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Förderpreis für junge Architekten mit kreativen Ideen

Lübeck Förderpreis für junge Architekten mit kreativen Ideen

Student aus Hamburg überzeugte mit seinem Entwurf für ein „Haus des Films Zürich“ die Jury des Bundes Deutscher Architekten.

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Jonas Janke (25,l.) und Thorsten Hansen (26) erreichten mit ihrem Entwurf für den Hamburger Hafen den zweiten Platz. FOTO: ULF-KERSTEN NEELSEN

Lübeck. Lübeck Mit ihren Ideen prägen sie unser Städtebild. Wie junge Architekten an diese Aufgabe herangehen, sei auch abhängig davon, was sie an den Hochschulen lernen, sagt Architekt Jan-Peter Witte. „Daher fördern wir sie während des Studiums“, ergänzt Jan Schulz, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten (BDA) in Schleswig-Holstein. Alle drei Jahre vergeben die BDA-Landesverbände Hamburg, Mecklenburg- Vorpommern und Schleswig-Holstein Studienförderpreise für herausragende Bauideen. Student Oskar Alberto Görg überzeugte mit seinem virtuosen Konzept für ein Lichtspielhaus an Zürichs berühmter Flaniermeile.

In seinem Konzept soll Kultur der Verödung des Lebens in der Bahnhofsstraße entgegenwirken. Elemente des „Haus des Films Zürich“ wirken wie Ellenbogen, mit denen es sich zwischen dem Althergebrachten Platz schafft, hieß es in der Begründung der Jury. Zu der Preisverleihung im Hansemuseum Lübeck konnte der Student von der HafenCity Universität Hamburg jedoch nicht kommen. Die Anreise aus New York, wo er gerade sein Auslandssemester verbringt, wäre zu weit gewesen. Sodass ihn der erste Preis, ein Praktikum im österreichischen Architekturbüro baumschlager Eberle und 1500 Euro, erst später erreichen wird.

Dafür reisten die Zweitplatzierten, Jonas Janke und Thorsten Hansen, aus Stockholm und Lissabon an. Die Bachelorstudenten haben sich mit „Trans.port“ ein Konzept für den Hamburger Hafen überlegt. Das Gebäude verbindet den urbanen Norden mit dem industriellen Süden. Die Einfachheit und Schlüssigkeit des Entwurfs hat die Jury überzeugt. Auch wenn seine Entwicklung nicht so einfach war, wie Jonas Janke verriet. „Wir sind super stolz, dass wir das geschafft haben“, sagte er. Mit seinem Kommilitonen hielt er triumphierend den zweiten Preis, einen Designer-Stuhl, in die Höhe. Beide leben schon länger in Hamburg.

Die dritten Preisträgerinnen Caroline Harke und Julia Dankmer von der Muthesius Kunsthochschule in Kiel haben sich mit einem schwer nutzbaren Ort der Landeshauptstadt beschäftigt. Sie gestalteten in ihrem Entwurf „Vom Parkhaus zum Park-Haus“ ein altes Gebäude an der Kieler Hörn zur Wohnlandschaft um. In ihrem Konzept „holt sich der Mensch die Stadt als Lebensraum zurück“, lobte die Jury. „Wir wollten der Anonymität in Großstädten entgegenwirken“, sagte Julia Dankmer.

Insgesamt 45 Arbeiten wurden beim Studienförderpreis 2016 des BDA eingereicht, davon kamen 31 in die engere Wahl. Die Jury für den einzigen norddeutschen Architekturförderpreis bestand aus vier Architekten und drei Redakteuren des shz, der Kieler Nachrichten und der Lübecker Nachrichten. ar

LN

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