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Fragmente und leere Hüllen bestimmen die Kunst-Welt

Lübeck Fragmente und leere Hüllen bestimmen die Kunst-Welt

Werke von Ingrid Friedrichsen in der Galerie Stewner.

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Ingrid Friedrichsen mit zwei ihrer Plastiken. Die Künstlerin ist heute ab 11 Uhr in der Galerie Stewner anwesend.

Quelle: Foto: Malzahn

Lübeck. Ingrid Friedrichsen, die lange in Hamburg im Schuldienst tätig war, arbeitet seit 20 Jahren als freischaffende Künstlerin. Ihre Bilder und Objekte sind in der Galerie Stewner zu sehen.

„Hüllen“ nennt die Künstlerin ihre Ton-Plastiken. Es sind Kleider, sogar wahre Roben, die in dem freundlichen Material ihre Form fanden. Ingrid Friedrichsens Plastiken sind mit großem Geschick geformt, elegant und haben alle eines gemeinsam: ihnen fehlt der Inhalt.

Auch bei ihren Bildern verzichtet die Künstlerin bewusst auf die Darstellung von Menschen und Tieren. Sie lässt sich von anderen Dingen inspirieren, von Fundstücken am Strand etwa. Die dokumentiert sie oft als Fotos, dann beginnt die Bild-Konzeption.

Ein helles Grau und weitgehender Verzicht auf knallige Farben bestimmt die Bilder, die häufig eine Mischtechnik aus Zeichnung und Malerei zeigen. Fragmente sind zu erkennen, zufällig wirkende Fundstücke, mal mehr, mal weniger realistisch dargestellt. Diese Bilder, kaum eines trägt einen Titel, lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Interpretationen. Es ist nicht nur fragmentarische, sondern assoziative Kunst, die Ingrid Friedrichsen schafft. Und aus Fragmenten kann man eine ganze Welt schaffen – zumindest in der Kunst. Fel

Galerie Stewner (Wahmstr.70), di-fr 10-13 und 15-18 Uhr bis zum 22. September

LN

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