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Kultur im Norden Fröhlich, friedlich und viel Wind: Halbzeitbilanz der Kieler Woche
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08:01 28.06.2013
Die Kieler Woche hat einen unbeschwerten Festcharakter. Foto: Stefan Sauer/Archiv
Kiel

„Wir sind hochzufrieden.“ Das durchwachsene kühle Wetter habe auch manch positiven Effekt. So sei das Gedränge in der Stadt und an den Ständen nicht so massiv. Und die Segler seien begeistert, weil so viel Wind wie seit Jahren nicht mehr für exzellente Bedingungen sorge. Keine einzige Regatta habe bislang abgesagt werden müssen.

„Erneut feiern auf der Kieler Woche Menschen vieler Nationen und aller Generationen eine große Sommer- und Segelparty der Sonderklasse“, sagte Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke und machte klar: „Diese positive Stimmung und Energie wollen wir weiter aufrecht erhalten. Freuen wir uns auf eine tolle zweite Halbzeit und einen furiosen Kieler-Woche-Endspurt - gefühlt könnten wir noch in die Verlängerung gehen!“

Das Seglerfeuerwerk am Abend sollte bei den Segelwettbewerben den Wendepunkt mit dem Wechsel von den Olympischen zu den Internationalen Klassen markieren.

Ein weiterer intellektueller Höhepunkt der Kieler Woche wird nach der Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises zum Auftakt am Sonntag die Überreichung des Wissenschaftspreises der Landeshauptstadt. Der Stadtsprecher hob außerdem das dichte Programm mit Partnerstädten wie Stralsund oder auch der chinesischen Stadt Quingdao hervor.

Auch die Polizei sprach von einem bisher überwiegend friedlichen Verlauf der Kieler Woche. Denn die Beamten registrierten nur noch 49 Rohheitsdelikte bis zur Halbzeit - im Vorjahr waren es 65 solcher Taten gewesen. Es gab 36 (Vorjahr: 44) Anzeigen wegen einfacher Körperverletzung und 7 (18) wegen gefährlicher Körperverletzung.

Dafür stieg die Zahl der Polizeieinsätze um 21 auf 254. Gegen 60 Personen (Vorjahr: 61) wurden Platzverweise wegen störenden Verhaltens ausgesprochen. Die Polizei half 35 stark alkoholisierten Besuchern wieder auf die Beine. Fünf Jugendliche hatten sich so betrunken, dass sie medizinisch versorgt werden mussten.

Ein Spektakel erwartet die Besucher am Donnerstag. Die „Götheborg“, der größte historische hölzerne Großsegler der Welt, kommt nach Kiel und feuert Kanonenschüsse ab. Die Besatzung wird in historischen Kostümen Shantys singen.

Immer einen Besuch wert, so die Veranstalter, ist die Spiellinie auf der Krusenkoppel, die in diesem Jahr zum 40. Mal stattfindet und auf der die jüngsten Kieler-Woche-Fans ein „Schlaraffenland“ erkunden können.

Als Höhepunkte zum Finale legte Holborn den Besuchern am Samstag die Windjammerparade mit rund 100 Groß- und Traditionssegler besonders ans Herz. Flaggschiff dabei ist erstmals seit vier Jahren wieder das Segelschulschiff „Gorch Fock“. Viel Anklang dürfte auch das große Abschlussfeuerwerk über der Kieler Förde am Sonntagabend finden.

„Das Wetter soll am Wochenende besser werden“, sagte Holborn. Bereits zum Auftakt der Kieler Woche waren am vergangenen Wochenende 400 000 Menschen in die Fördestadt gekommen. Die Veranstalter rechneten bis zum Abschluss am Sonntag mit bis zu drei Millionen Besuchern.

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dpa

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