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Kultur im Norden Funken sprühen im Quartett
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18:16 23.08.2016

Ein Highlight bescherte das Schumann Quartett der Stadt Bad Schwartau. In der ausverkauften Kirche Sankt Fabian und Sebastian spielten die jungen Musiker Werke der klassischen Größen – von Haydn, Mozart und Beethoven. Als Namensgeber muss das Quartett nicht auf Robert Schumann zurückgreifen. Die drei Brüder Erik, erste Geige, Ken, zweite Geige, und Mark am Cello sind echte Schumänner. Die Bratschistin Liisa Randalu, in Tallinn geboren, vervollständigt die Gruppe.

Sie hatten sich kein leichtes Programm für ihren Auftritt beim SHMF ausgesucht, sondern markant herausragende Werke. Das begann mit der letzten Quartettgruppe op. 76 von Joseph Haydn, hieraus die Nr.

5, das D-Dur-Quartett. Erik Schumann an der ersten Geige, vor zwölf Jahren mit dem Bernstein Award des Festivals ausgezeichnet, führt die Gruppe mit deutlichen Vorgaben an. Seine Mitstreiter brachten sich sicher ins Geschehen ein. In Haydns besonders innigem Largo durften die Instrumente singen, die Zuhörer im ältesten Gebäude Schwartaus träumen. Herzerfrischend, vorwärtsdrängend, ohne zu überziehen folgte Mozarts G-Dur-Quartett KV 387. Haydn ist es gewidmet, und Haydn wurde es anno 1785 vorgespielt, vermutlich mit Mozart selbst an der Bratsche. Die vielen melodischen Phrasen wurden immer wieder funkensprühend zusammengefügt.

kd

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