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Kultur im Norden Gala unterm Funkturm: Wer holt die goldene Lola?
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19:12 26.05.2016

. Die Lola ist heiß begehrt. Sie gilt als deutscher Oscar. Heute ist es wieder soweit: Zur Verleihung des 66. Deutschen Filmpreises trifft sich die Branche in Berlin. Verliehen wird die höchstdotierte Kulturauszeichnung Deutschlands. Rund 1800 prominente Gäste werden zu der von Jan Josef Liefers moderierten Gala im Palais am Funkturm erwartet.

Der Deutsche Filmpreis Lola wird in diesem Jahr zum 66. Mal vergeben. Er ist insgesamt mit knapp drei Millionen Euro dotiert.

Mit neun Nominierungen geht der Politthriller „Der Staat gegen Fritz Bauer“ als klarer Favorit ins Rennen – Lars Kraumes brillantes Drama über die schwierige Aufarbeitung der NS-Zeit im Nachkriegsdeutschland. Das letzte Wort haben aber die 1700 Mitglieder der Deutschen Filmakademie, die über die Gewinner entscheiden. Viele ihrer Kollegen säßen dann im Publikum und zitterten, sagt Schauspielerin und Akademie-Chefin Iris Berben über die Spannung, die bei der Gala herrscht. „Das ist kein Abend, den man lässig wegsteckt.“

Die Nominierten in der Königskategorie „Bester Spielfilm“ könnten kaum unterschiedlicher sein. „Der Staat gegen Fritz Bauer“ ist ein packender, auf Tatsachen beruhender Politthriller. Auch die Darsteller des Films haben Lola-Chancen: Burghart Klaußner ist für die beste Hauptrolle als Generalstaatsanwalt und Nazi-Jäger Fritz Bauer nominiert, Ronald Zehrfeld für die beste Nebenrolle als Bauers Mitarbeiter. Aber auch die beim Kinopublikum mit 2,5 Millionen Zuschauern enorm erfolgreiche Hitler-Satire „Er ist wieder da“ (Regie: David Wnendt) hat Chancen auf die Lola für den besten Spielfilm. Hitler-Darsteller Oliver Masucci ist zudem als bester Hauptdarsteller nominiert.

Vier weitere Filme konkurrieren um die Trophäe für den besten Spielfilm. Tom Tykwer bringt mit seiner mit US-Star Tom Hanks gedrehten Tragikomödie „Ein Hologramm für den König“ Hollywoodglanz nach Deutschland. Die englischsprachige Romanverfilmung darf dank deutschem Regisseur und deutschen Produzenten beim Filmpreis starten. Doris Dörrie schickt ihr berührendes Drama „Grüße aus Fukushima“ ins Rennen, ihre Hauptdarstellerin Rosalie Thomass ist als beste Schauspielerin nominiert.

Ebenfalls am Start: Thomas Stubers „Herbert“ mit Peter Kurth als an ALS erkranktem Ex-Boxer. Kurth hat wie Burghart Klaußner und Oliver Masucci auch Chancen auf den Preis als bester Hauptdarsteller.

Das in der Jugendpsychiatrie spielende, mit hervorragenden Nachwuchstalenten wie Jella Haase und Jannis Niewöhner gedrehte Drama „4 Könige“ (Regie: Theresa von Eltz) ist ebenfalls Kandidat für die goldene Lola.

Allein für die Nominierung in der Sparte „Bester Spielfilm“ gibt es eine Prämie von 250000 Euro. Im Falle eines Gewinns kommen weitere 250000 Euro dazu. Das Preisgeld aus dem Topf von Kulturstaatsministerin Monika Grütters muss für die Produktion eines neuen Films verwendet werden.

LN

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