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Ganz Hamburg aus der S-Bahn-Perspektive

Hamburg Ganz Hamburg aus der S-Bahn-Perspektive

Kiezmusicals wie „Heiße Ecke“ oder Kleinkunstprogramme rund um die Reeperbahn gibt es nicht erst seit gestern. Ein Theaterstück aber, das sich mit ganz Hamburg befasst, ist neu.

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Neun Schauspieler und sechs Tänzer sind bei der Neuproduktion dabei, die am Sonntag im St. Pauli-Theater Premiere hat.

Quelle: Foto: Bösch

Hamburg. Kiezmusicals wie „Heiße Ecke“ oder Kleinkunstprogramme rund um die Reeperbahn gibt es nicht erst seit gestern. Ein Theaterstück aber, das sich mit ganz Hamburg befasst, ist neu. 27 Jahre, nachdem das Berliner Gripstheater mit dem Musical „Linie 1“ Furore machte, steht nun in „Linie S1“ die große Hansestadt im Mittelpunkt.

Angeregt wurde die Bahn-Lovestory von einer Hamburger Tageszeitung. Regisseur Ulrich Waller und sein Intendantenkollege Thomas Collien vom St. Pauli Theater realisierten die Idee. Als Präsentator und Sponsor wurde naheliegenderweise die Hamburger S-Bahn gewonnen — schließlich entfaltet sich die Liebesgeschichte maßgeblich innerhalb der 44 Kilometer langen Linie S1. In speziell gestalteten Waggons gaben die Hauptdarsteller Anneke Schwabe und Luk Pfaff gemeinsam mit weiteren Darstellern unlängst bereits eine Kostprobe des Stücks vor ausgewählten Gästen.

„Es soll mehr werden als eine theatralische Postkartensammlung“, verspricht Ulrich Waller und kündigt vollmundig eine „Liebeserklärung an Hamburg“ an. Hauptfiguren des Stücks sind Miguel, ein „aufrechter Barmbeker Jung“ mit spanischen Wurzeln, und Luna, eine rätselhafte junge Frau aus „ans-tändigem“ Blankeneser Elternhaus. Nach einem intensiven Flirt verliert man sich zunächst aus den Augen. Beide steigen immer wieder an verschiedenen Haltestellen aus und lassen Nachrichten füreinander zurück. Während einer rasanten Fahrt von Blankenese über die Landungsbrücken bis zum Flughafen Fuhlsbüttel erfahren Protagonisten wie Zuschauer Wissenswertes über die Stadt an Elbe und Alster.

Neun Schauspieler und sechs Tänzer verkörpern in rund 70 Rollen Einheimische und zugereiste „Quiddjes“, Penner und Punker, Stereotypen und Originale. Eine Liveband intoniert dazu Hamburg-affine Titel von Hans Albers und Udo Lindenberg, aber auch von Jan Delay und Tim Fischer. abö

„Linie S 1“, St. Pauli Theater, Spielbudenplatz, Premiere am 8. September.

LN

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