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Gedenkort für die Opfer der Gestapo

Hamburg Gedenkort für die Opfer der Gestapo

In Hamburg soll ein „Ort der Erinnerung“ in den neu entstehenden Stadthöfen in der City nahe der Binnenalster an die frühere Gestapo-Zentrale erinnern. Die Stadt begleitet mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die von der Quantum Immobilien AG verantwortete Einrichtung des Gedenkorts.

Hamburg. In dem Gebäudekomplex im Bereich Neuer Wall/Stadthausbrücke befanden sich von 1933 bis zur Ausbombung 1943 das Polizeipräsidium sowie die Leitstellen von Kriminalpolizei und Gestapo. Quantum hat den gesamten Komplex 2009 gekauft. Nach dem Vorbild der Hackeschen Höfe in Berlin soll hier ein Nobel-Quartier mit Vier-Sterne-Hotel, Büros, Wohnungen und Geschäften entstehen.

Der schmiedeeiserne Schriftzug mit den Worten „Bienvenue Moin Moin Stadthof“ am Eingang zu den Stadthöfen wird abgebaut. Er war heftig kritisiert worden, weil er an die Eingänge der Konzentrationslager in Auschwitz oder Dachau erinnere. Der Investor verpflichtete sich auch, Räumlichkeiten für ein „würdiges Gedenken an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Hamburg“ zu schaffen. Bisher erinnerten nur zwei Gedenktafeln an die Verfolgung tausender Menschen. Das Konzept sieht eine Dauer-Ausstellung und ein Literaturcafé vor. Über eine Buchhandlung gelangen Besucher zum einzigen historischen Relikt der NS-Zeit: einen Gang, der von den Arrestzellen zu den Verhörräumen führte.

LN

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