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Gefährliche Suche nach der Wahrheit

Gefährliche Suche nach der Wahrheit

Es ist ein bekanntes Problem unserer Zeit: Junge Mädchen aus Osteuropa werden von Schleusern unter falschen Versprechungen in den Westen gelotst und dort zur Prostitution gezwungen.

Es ist ein bekanntes Problem unserer Zeit: Junge Mädchen aus Osteuropa werden von Schleusern unter falschen Versprechungen in den Westen gelotst und dort zur Prostitution gezwungen.

Wie die beiden Bulgarinnen Selina und Ninka. Selina gelingt die Flucht. Doch damit löst sie eine Kettenreaktion an Ereignissen aus, die ebenso unglaublich wie realistisch sind. Mit viel Taktgefühl hat sich Bestsellerautorin Charlotte Link (52) der traurigen Thematik angenommen und in ihrem neuen Kriminalroman „Die Entscheidung“ eine Geschichte drum herum gesponnen, die etliche Menschen in einen Strudel zieht. So auch Simon.

Der Deutsche, ein leidlich erfolgreicher Übersetzer, ist nicht vom Glück verfolgt: geschieden, Vater von zwei Töchtern, die nicht viel Interesse an ihrem Erzeuger zeigen, eine selbstsüchtige Ex-Frau und eine Geliebte, die ihm wenige Tage vor Weihnachten den Laufpass gibt. Nun brütet er allein im Haus seines Vaters an der französischen Küste vor sich hin. Doch es soll noch schlimmer kommen.

Bei unwirtlichem Wetter spaziert er ziellos umher und wird Zeuge einer heftigen Auseinandersetzung zwischen einer Frau und zwei Männern. Es ist seine „Entscheidung“, der jungen Nathalie zu Hilfe zu kommen. Fortan hat er nicht nur sie am Hals, sondern auch noch ihre ganz persönlichen Schwierigkeiten. Nathalie ist auf der Flucht. Charlotte Link hat in „Die Entscheidung“ einmal mehr belegt, warum sie mit mehr als 26 Millionen verkauften Büchern zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen gehört – nicht nur im Spannungssegment.

„Die Entscheidung“ von Charlotte Link. Blanvalet. 576 Seiten. 22,99 Euro.

LN

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