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„Gegensätze machen den Reiz“, sagt Jens-Peter Lorenzen

WAS MICH BEGEISTERT „Gegensätze machen den Reiz“, sagt Jens-Peter Lorenzen

In dem Wort „Begeisterung“ steckt der Begriff „Geist“, das hat etwas mit Emotionen, Fühlen und Denken zu tun.

In dem Wort „Begeisterung“ steckt der Begriff „Geist“, das hat etwas mit Emotionen, Fühlen und Denken zu tun. Der rationale Beruf eines Bankers auf der einen Seite und die emotionale Seite der Musik schließen sich keineswegs aus, sondern können gegenseitig einen reizvollen Ausgleich schaffen.

Musik, insbesondere Live-Auftritte, nehmen in meinem Leben einen breiten Raum ein. Heute spiele ich in zwei Formationen: „Glory Row“, seit 16 Jahren Classic-Rock der 70er, und der Gegensatz ist das „Velvet-Sky-Trio“ mit internationalen Evergreens mit Swing- und Jazz-Elementen.

Die musikalische Symbiose aus Klassik und Rock fasziniert mich. Meine Helden und Vorbilder legten Anfang der 70er Meilensteine, exemplarisch nenne ich Deep Purple mit Jon Lord, Keith Emerson, die Gruppe Ekseption, sowie die Art-Rockgruppe Genesis. Ich verweise auf zahlreiche, eindrucksvolle Konzertmitschnitte.

Das frühe Werk „Supper’s Ready“ von Genesis erlebte gerade in der Katharinenkirche eine eindrucksvolle Wiederaufführung durch hiesige Musiker, ich hoffe, die Aufführung wird wiederholt.

Ich möchte Interesse wecken für Konzertabende der Studenten an der Musikhochschule , abwechslungsreiche Konzerte in der Reihe „Wir in Schleswig-Holstein“. Für mich hoch interessant und außergewöhnlich: „Timber, Musik für sechs Schlagzeuger“ .

Das Schleswig-Holstein Musik Festival beeindruckt mich immer wieder aufs Neue, die Bandbreite ist riesig. Ich habe zahlreiche Konzerte mit Orchestermusik erlebt. Mein Favorit in diesem Jahr: das Elbphilharmonie Orchester mit dem Klavierkonzert von Maurice Ravel. Auch Till Brönner reizt mich sehr, ein exzellenter Jazz-Trompeter.

Im Theater Lübeck interessiert mich aus meiner beruflichen Vergangenheit das Schauspiel „Lehmann Brothers“, Aufstieg und Fall einer Dynastie.

Mein Interesse gilt auch der Politik und berufsbedingt der Wirtschaft. Wer sich für dafür interessiert, dem möchte ich Sachbücher von Peer Steinbrück „unterm Strich“, Frank Lehmann und Ulrike Herrmann empfehlen, zum Teil keine leichte Kost. Die Bücher von Helmut Schmidt, sein Wissen über historische Entwicklungen und seine Gedanken über die gegenwärtige Politik haben mich sehr beeindruckt. Es dürfen aber auch gern Krimis, etwa von Sebastian Fitzek sein. Eckart von Hirschhausen‘s „Wunder wirken Wunder“ ist äußerst unterhaltsam. Jürgen von der Lippe ist Humorist und Literat, ein Meister der deutschen Sprache – man muss ihn live erlebt haben.

LN

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