Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Genossenschaftsidee und Falknerei sind Kulturerbe

Bonn Genossenschaftsidee und Falknerei sind Kulturerbe

Die Unesco wertet deutsche Traditionen auf.

Bonn. Die Unesco hat nun auch die Genossenschaftsidee in Deutschland zum Weltkulturerbe ernannt. Das Komitee für Immaterielles Kulturerbe nahm insgesamt 17 traditionelle Fertigkeiten und Wissensformen neu in die „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ auf.

Zur Idee und Praxis der Genossenschaft in Deutschland erklärte der Unesco-Ausschuss: „Eine Genossenschaft ist eine freiwillige Vereinigung von Menschen mit gleichen Interessen, die individuelles Engagement und Selbstbewusstsein fördert.“ Eine Genossenschaft fördere zudem soziale, kulturelle und ökonomische Partizipation. Dazu erklärt Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), die als Genossenschaften arbeiten: „Die hohe Auszeichnung zeigt die Anerkennung und das Vertrauen, das man der Genossenschaftsidee weltweit entgegenbringt.“ Das deutsche Genossenschaftsgesetz aus dem 19. Jahrhundert und die Idee der Kreditgenossenschaften sei zum Exportschlager geworden. Überall auf der Welt, von Nordamerika über Skandinavien bis Japan, entstanden Genossenschaften Auch der Vorschlag mehrerer Länder, darunter Deutschland, die Falknerei aufzunehmen, wurde angenommen, wie die deutsche Unesco-Kommission in Bonn mitteilte. Der sogenannte zwischenstaatliche Ausschuss der UN-Kulturorganisation erklärte gestern auf seiner Tagung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba, die mehr als 3500 Jahre alte Tradition der Falknerei sei nun von 18 Staaten weltweit gemeinsam auf der „Repräsentativen Liste“ eingetragen.

Weitere Neueinträge sind beispielsweise die belgische Bierkultur, die Rumba aus Kuba. Damit umfasst die Liste, die die Vielfalt des Kulturerbes weltweit abbilden soll, nun 353 Kulturformen.

LN

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden