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Georg Baselitz und die Alten Meister

Dresden Georg Baselitz und die Alten Meister

In Dresden zeigt der Maler seine „Hintergrundgeschichten“.

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Georg Baselitz zwischen einer Reproduktion des Gemäldes „Sixtinische Madonna“ von Raffael und seinem Gemälde „Statement“.

Quelle: Foto: dpa

Dresden. Hundefamilie zu Raffael-Madonna und des Künstlers Unterhose zu Modersohn-Becker-Akt: Der Maler Georg Baselitz (75) gibt mit einer ungewöhnlichen Ausstellung in Dresden Einblick in die Entstehung seiner Kunst. „Hintergrundgeschichten“ (bis 2. Dezember) ist auch für ihn eine Premiere. So eine Schau habe er bisher weder gesehen noch gemacht, sagte Baselitz.

Auf Einladung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden paarte er auf Leinwand gedruckte vergrößerte Reproduktionen Alter Meister wie Cranach, Vermeer, Rembrandt oder Monet mit eigenen Bildern. Die Remix- sowie „Fraktur-“ und „Negativbilder“ aus seinem Besitz entstanden zwischen 1998 und 2013. Sie seien keine momentane Reaktion oder Interpretation der Kunstwerke aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, betonte Baselitz, der sich stets mit Werken der Dresdner Sammlung auseinandersetzte. „Ich habe mich ständig immer wieder und unentwegt mit den Dresdner Bildern beschäftigt, als Modell für meine Bilder“, sagte er. Sein erster Besuch der Galerie Mitte der 50er Jahre sei das „Fundament“ seiner ganzen künstlerischen Tätigkeit.

Entscheidend bei seiner Auswahl war Inhaltliches, Formales, Technisches oder Stilistisches, sagte Baselitz. So hängt das Bild „Schwarze Lackschuhe“, das seine Unterhose, Beine und Füße zeigt, neben Paula Modersohn-Beckers Selbstbildnis als Akt. Das Gegenstück der „Sixtinischen Madonna“ ist „Statement“ (1999), eine frivole Interpretation von Raffaels Kultbild — mit Hundefamilie.

LN

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