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Kultur im Norden Geschichten aus dem Leben eines Popstars
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18:13 10.11.2017

Die grimmige erste Vorabsingle „Look What You Made Me Do“, eine recht plakative Replik auf einen Streit um Songzeilen, den Swift mit ihrem Erzrivalen Kanye West und dessen Gattin Kim Kardashian im Sommer 2016 ausfocht, roch nach beleidigtem Nachtreten, immerhin mit recht knackigen Beats. Swift schoss dann Singles im Wochentakt nach, gab weltweit keinerlei Vorab-Interviews zum Album.

Sie lässt ihre Songs sprechen. Der Kern von „Reputation“ ist die Liebe. Taylor Swift ist mit dem englischen Schauspieler Joe Alwyn zusammen, und im Gegensatz zum bisherigen Schaffen, das sehr häufig um Ex-Freunde und unglückselig verlaufende Romanzen rotierte, schüttet sie nun kübelweise erfüllte Liebeslyrik über ihren Hörern aus. Es sind die scheinbar kleineren Songs, die das größte Vergnügen bereiten. „Dancing With Our Hands Tied“ klingt cool und verglichen mit so vielen aktuellen Großpop-Produktionen hübsch unaufdringlich. „Getaway Car“ erzählt die Geschichte einer Bonnie &Clyde-mäßigen Nacht, die Musik dazu ist ultrapoppig und melodisch. Man ist beim Hören von sich selbst überrascht, wie emsig man ihren Worten lauscht, wie sehr Taylor Swift es also schafft, den Hörer in ihre Geschichten, in ihr Album, ja in ihr Leben reinzuziehen. Hier haut nicht jemand einfach ein Dutzend Songs ohne Sinn und Verstand raus, hier hat sich eine Künstlerin Gedanken über Substanz und Inhalt und Außenwirkung ihres Werks gemacht. Am Schluss entzückt Taylor, die ja mal als Country-Sängerin angefangen hat, mit der einzigen Pianoballade des Albums, dem wunderschönen Song „New Year's Day“. Nein, um Taylor Swift muss sich auch in Zukunft niemand Sorgen machen. str

LN

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Sie ist 22 Jahre alt, klein, und wirkt fast zerbrechlich. Sie kommt aus Memphis, ist lesbisch und gläubige Christin. Das passt alles zusammen, sagt Julien Baker. Und wenn sie Gitarre spielt und singt, dann kommt viel Gefühl, Wut, Trauer, Verzweiflung, Hoffnung . . . ja, und auch Liebe aus ihren Songs.

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