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Gottorf 2017 mit Nolde und Luther

Schleswig Gottorf 2017 mit Nolde und Luther

Das Landesmuseum Schloss Gottorf zeigt zu Emil Noldes 150. Geburtstag und dem Reformationsjubiläum 2017 gleich zwei große Ausstellungen.

Schleswig. Das Landesmuseum Schloss Gottorf zeigt zu Emil Noldes 150. Geburtstag und dem Reformationsjubiläum 2017 gleich zwei große Ausstellungen.

„Über zehn Jahre hat man sich in Wissenschaft und Ausstellungswesen auf diese Wochen vorbereitet“, sagte Claus von Carnap-Bornheim mit Blick auf den 500. Jahrestag von Martin Luthers Thesenanschlag gestern in Schleswig.

Nach einem Jahr der Konsolidierung 2016 sei nun ein Jahr des Aufbruchs für das Museum angebrochen, sagte der leitende Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen. Allein von Nolde werden vom 8. Mai bis 3. September 150 Werke unter dem Titel „Nolde in der Südsee“ zu sehen sein, darunter knapp 20 Gemälde.

In Kooperation mit dem Pommerschen Landesmuseum in Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern) und der Nordkirche ist vom 9. Oktober bis zum 28. Januar 2018 die Schau „Luthers Norden“

zu sehen. Während bei Nolde die farbstarke, exotische Kunst im Mittelpunkt stehe, komme es bei Luther besonders auf die Einordnung der häufig kirchlichen Exponate an, sagte von Carnap. Dazu werde unter anderem Kunst auch von Romantikern wie Caspar David Friedrich gezeigt, um die Ausbreitung des Protestantismus in Norddeutschland und Dänemark darzustellen.

In Vorbereitung auf die Ausstellung soll es ab Mai 2017 im kulturhistorischen Rundgang einen „Luther-Parcours“ geben. Ab 2. Juni stellt der Künstler René Schoemakers im Cranach-Saal eigene Werke aus.

Der Kieler antworte mit seinen Bildern auf die Kunst der Reformation und fülle damit die Lücken, die entstehen, während die Cranach-Bilder in Greifswald seien, erklärte Carnap-Bornheim.

Mit den großen Ausstellungen und mehreren Sonderveranstaltungen will die Stiftung für 2017 viele Besucher in das Schloss locken. 2016 waren die Besucherzahlen gegenüber 2015 um gut 10000 auf 105000 gesunken. Guido Wendt, kaufmännischer Geschäftsführer, führte dies unter anderem auf Bau- und Sanierungsmaßnahmen zurück. Positive Bilanz zog die Leitung der Stiftung für Sonderveranstaltungen wie den Gottorfer Landmark.

LN

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