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Grass selbst lässt grüßen

Lübeck Grass selbst lässt grüßen

Gestern war „Blechtrommel“-Premiere am Theater Lübeck.

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Der Hutzel- Grass.

Lübeck. Günter Grass ist auferstanden – als Mann in den besten Jahren. Dieser Vision konnte man gestern Abend im Großen Haus des Theaters Lübeck erliegen, als Schauspieler Andreas Hutzel in der Rolle des Literaturnobelpreisträgers auf einem Podest auf die Bühne gerollt wird – mit Walross- Schnurrbart, Pfeife, Cordjackett, den Insignien des Schriftstellers. Hutzel ist schon mehrmals als Grass- Doppelgänger aufgetreten, auch zu Lebzeiten des Autors, der sich über die Ähnlichkeit des Schauspielers mit dem offiziellen Grass- Bild stets amüsierte. Nun aber begleitete Hutzel-Grass die Premiere zur Lübecker Bühnenfassung der „Blechtrommel“. Mit dem Roman wurde Grass 1959 weltweit berühmt, nun wurde die Inszenierung von Andreas Nathusius zur Hommage an den im April 2015 gestorbenen Wahl-Lübecker. Die besondere Beziehung zwischen dem Schriftsteller und der Stadt ist auch Thema der „Blechtrommel“-Bühnenfassung von Peter Schanz. Lübecker mehrerer Generationen kommen darin zu Wort. Der Roman wird nicht nacherzählt, vielmehr breitet Nathusius ein großes Kaleidoskop an Bildern aus, auch die Oscar-prämierte Verfilmung von Volker Schlöndorff wird zitiert. Eine ausführliche Besprechung folgt in den LN am kommenden Mittwoch.

mib

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