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Kultur im Norden Großartiger Auftritt der Goldfeld-Brüder
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20:15 25.10.2013
Lübeck

Zum Auftakt eines Konzertzyklus mit sämtlichen zehn Violinsonaten von Beethoven erklangen am Donnerstag im Kolosseum drei davon mit den beiden in Lübeck lebenden jungen russischen Brüdern Denis (Violine) und Vadim Goldfeld (Klavier), denen bereits der berühmte Geiger Isaac Stern eine große musikalische Zukunft vorausgesagt hatte. So erklangen beim erfreulich gut besuchten Kammermusikabend Beethovens Violinsonaten Nr. 1 D-Dur, Nr. 8 G-dur und mit der Nr. 9 A-dur, der so genannten „Kreutzer-Sonate“, die bekannteste. Hier war zu erleben, wie eng die beiden Interpreten miteinander verbunden sind und in Ergänzung zueinander musizierten, ohne dass wie so häufig auch in musikalischen Partnerschaften Fragen der Dominanz und Durchsetzungskraft aufgetaucht wären. Auch wenn gleich die 1. Sonate bei der Uraufführung in Wien mit ihrer unerwarteten Ruppigkeit schockierte, so standen in der Interpretation der Goldfeld-Brüder Frische, Witz und Natürlichkeit gegenüber allen rhythmischen Überraschungen im Vordergrund. Dabei sind der große Ton, die rhythmische Präzision und die Hingabe des Geigers gar nicht genug zu loben. Furor und Pointenreichtum bestimmte dann die Interpretation der G-Dur-Sonate op. 30 Nr. 3, wobei bei aller Spielfreude Nuancierungen und Klangabstufungen im Vordergrund standen.

Einig in ihrer Leidenschaftlichkeit waren sich die Goldfeld-Brüder dann auch in der abschließend erklingenden Kreutzer-Sonate, in der sie Klangschönheit mit Ausdrucksstreben zu verbinden wussten.

Dieter Kroll

LN

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