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14:35 27.08.2018
Janine Jansen spielte mit der Camerata Salzburg. Quelle: Axel Nickolaus
Lübeck

Wenn ein Konzert mit der Ouvertüre zu Mozarts „Le nozze di Figaro“ beginnt, dann kann der Abend nicht ganz schlecht werden – Mozart ist immer ein Gewinn. Dirigent Daniel Blendulf und seine großartig aufspielende Camerata Salzburg verstanden es, bereits mit diesem ersten Stück des Abends das Publikum auf ihre Seite zu ziehen. Ein gelungener Auftakt.

Und dann kam der große Auftritt von Janine Jansen. Leonard Bernstein schrieb seine fünfsätzige Serenade nach Platons „Symposium“. Es ist eine Eloge auf den Eros, der die so unterschiedlichen Teilnehmer am Gastmahl verbindet. Jeder hat etwas anderes zum Thema beizutragen, dementsprechend eindeutig charakterisiert sind die fünf Sätze.

Janine Jansen, die eine wunderbar klingende Stradivari-Violine spielt, ist durch ihre Interpretation von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ bekannt geworden – auch mit neuer Musik kann die Interpretin sich auseinandersetzen. Bernsteins Musik ist zwar nicht wirklich modern, nur im letzten Satz bereichern Jazz-Elemente das musikalische Vokabular des Komponisten. Aber diese Musik ist vielschichtig und wechselt ständig die Perspektive. Der Solistin gelang eine meisterhafte Interpretation, sie stellte die Charaktere nachvollziehbar dar. Die rhythmischen Vertracktheiten spielte Janine Jansen mit spielerisch wirkender Leichtigkeit. Ihre Tongestaltung ist äußerst vielseitig, von einem derart zarten und doch tragendem Pianissimo kann man nur begeistert sein. Der Beifall war groß, als Zugabe wurde ein Teil des 5. Satzes wiederholt.

Nach der Pause dann Mozarts Sinfonie D-Dur, genannt „Pariser“. Daniel Blendulf führte sein Orchester mit Präzision und der angemessenen Leichtigkeit durch die Partitur, vor allem der dritte Satz beeindruckte. Herausragend war auch die Gestaltung von Schumanns Ouvertüre, Scherzo und Finale op. 52. Immer klangschön, immer beweglich und immer präzise hörte sich diese Interpretation an. Das Publikum war begeistert.

Jürgen Feldhoff

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