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Große Namen im Kleinen Theater

Bargteheide Große Namen im Kleinen Theater

Mit Kindertheater, Oldie-Kabarett, Kino und Kleinkunst hat sich das Kleine Theater Bargteheide als wichtiger Kulturstandort etabliert.

Bargteheide. Bargteheide. Hamburg ist nicht weit entfernt und der Sog der Kultur-Stadt groß. Doch Bargteheide wollte schon in den 1950er Jahren selbst für die kulturelle Grundversorgung seiner knapp 15000 Einwohner sorgen und baute ein Kino- und Theatergebäude mit mehr als 300 Plätzen. Dass dieses Haus inzwischen überregionale Strahlkraft besitzt, ist vor allem mit einem Namen verbunden: Kirsten Martensen.

 

LN-Bild

David Kross, Kirsten Martensen († 2013) und Detlev Buck (v.l.) 2010 im „Kleinen Theater“

Quelle: Albrod

Vor 25 Jahren gründete die Schauspielerin das „Kleine Theater“, unter dessen Dach sich unterschiedliche Angebote ergänzen. Da gibt es ein Kino, das mehrfach für sein gutes Filmprogramm ausgezeichnet wurde. Regelmäßig treten Tourneetheater, Musiker und Kleinkünstler von Rang und Namen im Kleinen Theater auf — im Mai zum Beispiel gastieren das A-Capella-Quartett La Le Lu, im Juni die Gustav Peter Wöhler Band.

Unverwechselbar machen jedoch die Eigenproduktionen das Haus: Die 12 bis 14 Oldies vom Senioren-Kabarett bringen gut 1000 Jahren Lebenserfahrung auf die Bühne und haben ihr treues Publikum gefunden.

In der Theaterschule „Blaues Wölkchen“ werden etwa 100 Kinder und Jugendliche an das Theaterspiel herangeführt — ihre Winter- und Sommeraufführungen werden bis zu 40 mal gespielt und haben schon manches Talent hervorgebracht. Prominentester Vertreter ist David Kross, den Regisseur Detlev Buck 2005 für die Hauptrolle in seinem Film „Knallhart“ entdeckte und der es danach mit einer Titelrolle in „Der Vorleser“ bis nach Hollywood schaffte.

2003 hatte er mit der Kindertheatergruppe „Blaues Wölkchen“ seinen ersten größeren Auftritt in Kirsten Martensens Inszenierung von „Hilfe, die Herdmanns kommen“. Inzwischen kommt er als Gast immer wieder mal gern ins „Kleine Theater“.

„Mit dem überraschenden Tod der Prinzipalin Kirsten Martensen vor drei Jahren musste vieles neu organisiert werden“, sagt Geschäftsführerin Maren Kröger. Die Kindertheaterschule, bislang Teil von KM KulturManagement, wird weiter Stücke inszenieren. Derzeit laufen die Proben für das Sommermärchen „Die Bremer Stadtmusikanten oder was wirklich beim Casting geschah“, die Premiere ist am 12. Juni.

Die Theaterschule wird sich demnächst konzeptionell umstrukturieren. Es soll ein Verein gegründet werden, der sich im Gesamtgebilde als ein kultureller Baustein versteht.

Das Haus steht vor einem Neuanfang, denn mit dem Ausscheiden der letzten Gesellschafterin, Maren Kröger, sind weitere neue Strukturen zu schaffen. Die vielen Facetten aber bleiben erhalten und sollen das „Kleine Theater“ auch in Zukunft als Kultur-Leuchtturm am Rande Hamburgs leuchten lassen.

Programm: 12./13. Mai: La Le Lu; 27. Mai: Kabarett „Die Ängste der Hengste“; 24. Juni: Gustav Peter Wöhler Band

Von ph

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