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Kultur im Norden Große Picasso-Schau in der Tate Modern
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19:13 08.03.2018
Lübeck

Ziel der Schau „Picasso 1932 – Liebe, Ruhm, Tragödie“ ist es, die „komplexe Dynamik zwischen Mensch und Kunst“ offenzulegen. „Diese Ausstellung soll zeigen, dass es einen Schnittpunkt zwischen dem Leben eines Künstlers und seiner Kunst gibt“, sagte Tate-Direktorin Frances Morris.

Mit etwa 180 Gemälden, Zeichnungen und Plastiken aus rund 40 Sammlungen sollen Besucher „auf einem Spaziergang durch zwölf Monate von Picassos Leben und Schaffen“ dem Künstler näherkommen.

Rund ein Viertel der gezeigten Werke stammt aus Privatsammlungen, viele von ihnen sind erstmals in London zu sehen. Wichtige Leihgaben kamen aus dem Picasso-Museum in Paris und dem Museum of Modern Art in New York. Besonders stolz ist die Tate auf Raum 4 der Ausstellung (März 1932), als der damals 50-jährige Picasso innerhalb von zwölf Tagen sechs Gemälde von seiner Muse Marie-Thérèse Walter schuf. Erstmals seit 86 Jahren sind die Meisterwerke in London wieder zusammengeführt. In einem weiteren Raum wird eine Teil-Rekonstruktion von Picassos großer Retrospektive in Paris 1932 geboten. Sie zeigt realistische Porträts von seiner Frau Olga Chochlowa und seinem Sohn Paulo aus den Jahren zuvor – sowie  Picassos Hinwendung zu Kubismus und Abstraktion.  

Erklärt wird Picassos Zerrissenheit zwischen der Fürsorge für seine Familie und der leidenschaftlichen heimlichen Liebe zu Walter, sein künstlerisches „Doppelleben“ sowie seine Besorgnis über die Weltwirtschaftskrise und den Aufstieg des Faschismus in Europa. Die Farbe und Lebensfreude verschwindet zunehmend aus den Gemälden, in einem „dramatischen Finale“ des Jahres drückt Picasso vor dem Hintergrund düsterer Wolken über Europa, und einer schweren Erkrankung Walters, Angst und Verzweiflung aus. Das letzte Bild der Ausstellung, „Die Rettung“ entstand am 11.

Januar 1933 – Picasso taucht in die dunkle Seite der menschlichen Psyche ein.

LN

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