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Großer Erfolg mit Schubert-Messe

Lübeck Großer Erfolg mit Schubert-Messe

Mitreißende Aufführung des Bach-Chores in der Aegidienkirche.

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Franz Schubert.

Lübeck. Die späte Es-dur-Messe von Franz Schubert gehört nicht gerade zu den Standardwerken der Chorliteratur. Dabei lohnte die Begegnung anlässlich des Konzerts des Lübecker Bach-Chores in der Aegidienkirche umso mehr. Mit nicht nachlassender Konzentration und Hingabe absolvierte der Bach-Chor die anspruchsvolle Aufgabe, die Schubert in seiner sperrigen Messe stellt.

Dabei orientierte er sich formal weniger an der Dramaturgie der Messkompositionen Mozarts und Haydns, sondern ließ eher an die (erste) Messe Beethovens denken. Mit großer Umsicht und stilistischer Sicherheit leitete Eckhard Bürger die Aufführung. Besonderes Augenmerk schien die Einstudierung auf die wunderbar eindringlich gestalteten Schlüsse einzelner Mess-Sätze gelegt zu haben. Das Solisten-Quintett war bestens aufeinander abgestimmt, so dass der runde Chorklang durch ein homogenes Solistenensemble ergänzt wurde. Dabei passten der höhensichere Sopran von Lea-ann Dunbar, der sonore Alt von Juliane Sandberger, der weiche und flexible Tenor von Michael Connaire und die zuverlässige Bass-Grundlage durch Florian Spiess perfekt zueinander. Ausnahmsweise schrieb Schubert hier im „Et incarnatus est“ einen zweiten Tenor vor, dessen Part der hoffnungsvolle Nachwuchssänger Younggi Do intonationssicher und klangschön ausführte. Die Mitglieder der Hamburger Symphoniker begleiteten unauffällig, aber sicher. Allerdings geriet die vor der Messe aufgeführte Wiedergabe von Mozarts kostbarer „Linzer“ Symphonie etwas pauschal und zu routiniert und verwies mit ihrem eingeebneten Klang weit in die 1960er Jahre zurück. Dieter Kroll

LN

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