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Großes Konzert für Flüchtlingskinder

Lübeck Großes Konzert für Flüchtlingskinder

Kinderärzte-Orchester und Ärztechor gastierten in der Lübecker St. Petri-Kirche – Publikum war begeistert.

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Mediziner einmal ganz anders: Ärzteorchester und Ärztechor unter der Leitung von Manfred Fabricius.

Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Lübeck. Für ein Benefizkonzert des Orchesters der Deutschen Kinderärzte und Deutscher Ärzte zugunsten der Flüchtlingsarbeit des Kinderschutzzentrums Lübeck kamen am Sonnabend in der Lübecker St. Petri-Kirche nicht nur ein überwältigend zahlreiches Publikum, sondern ähnlich viele Musiker zusammen.

Zu ihnen gesellten sich außerdem der Deutsche Ärztechor (gründlich einstudiert von Uta Singer) und die vier Gesangssolisten Magdalena Huhn, Sopran, Vera Alkemade, Alt, Dustin Drosdziok, Tenor und Geng Li, Bass. Sie wurden alle namentlich im großzügig gestalteten Programmheft aufgeführt. In ihrem Grußwort würdigte die Leiterin des Kinderschutzzentrums Lübeck, Teresa Siefer, die Zusammenarbeit mit den engagierten Ärzten und Medizinern. Zugleich wies sie auf die besondere Schutzbedürftigkeit der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingskinder hin.

Auf dem Programm standen Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformationssymphonie“ und Schuberts späte As-Dur-Messe.

Schon in der Symphonie war die zupackende Hand von Manfred Fabricius, der das Orchester seit 2003 leitet, zu erkennen. Mit großer Umsicht und langer Erfahrung stellte Fabricius einen Orchesterklang her, der kaum noch von dem eines professionellen Ensembles zu unterscheiden war. Dabei gerieten trotz der heiklen halligen Akustik in St. Petri auch die fugierten Passagen überwiegend durchsichtig und deutlich.

Bei Franz Schuberts später As-Dur-Messe, die nach der Pause erklang, handelt es sich um ein sperriges Werk, das in seinen enharmonischen Verästelungen gerade dem Chor große Intonationssicherheit und wegen seiner Länge unermüdliche Konzentration abverlangt. Hier geriet die Aufführung zu ihrem Höhepunkt, wobei gerade dem Chor wackeres Durchhaltevermögen bescheinigt werden kann. Die vier Gesangssolisten mischten sich in ihren Parts unauffällig, aber zuverlässig in den homogenen Gesamtklang. Die Zuhörer dankten mit großem Jubel.

Dieter Kroll

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