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Kultur im Norden Händels Messias neu interpretiert
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18:16 12.06.2018

Komponist Maximilian Guth, dessen Neuinterpretation von Georg Friedrichs Händels berühmtem Werk zuvor bereits in mehreren Städten erfolgreich aufgeführt worden war, machte mit seinem Asambura-Ensemble Station in Lübeck und verlangte Ausführenden wie Zuhörern einiges ab: die anspruchsvolle Partitur eines bemerkenswerten Stücks „Neuer Musik“ setzt äußerste Konzentration voraus. Wer sich darauf einließ – wie das gebannt zuhörende Lübecker Publikum – wurde mit einem Klangerlebnis belohnt, dessen energetische Dichte eine elementare Kraft entfaltete. 

Unter der engagierten Gesamtleitung von Johannes Lenz gestalteten die Kantorei in St. Jürgen und der Kammerchor der Musikschule der Gemeinnützigen nicht nur die Händel-Chorsätze, sondern wurden mit flüsternden, summenden Einwürfen in die avantgardistischen Elemente der Komposition miteinbezogen.  In der St. Aegidienkirche wurde die Aufführung nun um eine weitere, beeindruckende Komponente ergänzt: Unter der Leitung von Ulrike Pfeiffer  entwickelte die Impuls-Schule für Rhythmik und Tanz eine Choreografie, die den Gestus der Musik treffend umsetzte und die Aufführung visuell ergänzte. Das international besetzte, junge Asambura-Instrumentalensemble (ergänzt mit Streichern der Camerata Medica Göttingen) unter Leitung von Maximilian Guth wurde zu Recht am Ende für die Leistung bejubelt, eine große stilistische Bandbreite des Werkes bravourös gemeistert zu haben.  Johannes Zeitler

LN

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