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Kultur im Norden Hamburg mit gefälschter Kunst
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18:10 30.05.2018

„Das Thema Kunstfälschung ist brisant, weil es sehr oft vorkommt, und weil niemand gerne zugeben möchte, dass er sich da hat täuschen lassen“, erklärt Kuratorin Katharina Hecker.

Die Fabrik der Künste in Hamburg gibt bis zum 8. Juli Einblicke in das spannende Thema Kunstfälschung – von legal angefertigten Kopien berühmter Kunstwerke bis hin zu polizeilich konfiszierten Kunstfälschungen mit kriminalistischem Hintergrund. Zu sehen sind rund 70 Werke berühmter Meisterfälscher, wie Edgar Mrugalla oder Konrad Kujau, aber auch legal arbeitender Kopisten, wie die Gebrüder Posin. „Es kommt sogar immer mal wieder vor, dass auch in Museen Fälschungen hängen“, sagt Hecker. So enttarnte der „König der Kunstfälscher“ Mrugalla ein angebliches Gemälde von Max Liebermann in der Hamburger Kunsthalle als von ihm gemalt.

„Wir wollen die Fälscher weder hypen noch als Schwerkriminelle darstellen“, erklärt Hecker. Vielmehr gehe es um die (persönlichen) Geschichten dahinter. Für einen der größten Presse-Skandale in der bundesdeutschen Geschichte sorgte die Veröffentlichung der vermeintlichen „Hitler-Tagebücher“ im Magazin „Stern“ im Frühjahr 1983.

Geschrieben hatte die Tagebücher Konrad Kujau (1938-2000), der dafür drei Jahre ins Gefängnis ging – in der Ausstellung sind einige der Manuskripte zu sehen. „Diese gefälschten Werke wurden bei Sammlern so beliebt, dass sie wiederum gefälscht wurden“, erklärt Hecker. So tauchte beim Internet-Auktionshaus eBay eine Flut gefälschter Kujau-Fälschungen auf. Die Werke stammten von einer Verkäuferin, die behauptete, eine weitläufige Verwandte Kujaus zu sein.

LN

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