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Harry Potter wird gestresster Familienvater

London/New York Harry Potter wird gestresster Familienvater

Es geht immer weiter mit der Serie um den Zauberlehrling — Nach dem Theaterstück kommt jetzt doch noch ein Buch.

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Bis Ende Juli müssen sich die englischsprachigen Leser gedulden, dann kommt das achte Buch auf den Markt: „Harry Potter and The Cursed Child“ - ein Dialogbuch zum gleichnamigen Theaterstück.

Quelle: dpa

London. Die Geschichten aus dem Leben des Harry Potter gehen weiter. Bis Ende Juli müssen sich die englischsprachigen Leser gedulden, dann kommt das achte Buch auf den Markt: „Harry Potter and The Cursed Child“ heißt der Titel — "Harry Potter und das verwunschene Kind". Doch wie Autorin Joanne K. Rowling und der britische Verlag Little, Brown Book klarstellen: Diesmal handelt es sich nicht um einen Roman wie in den sieben bisherigen Bänden, sondern um das Dialogbuch zum gleichnamigen Theaterstück, das ebenfalls Ende Juli in London zu sehen ist.

David Shelley, Chef des britischen Verlages, begründet die Entscheidung, das Buch herauszubringen, so: Bei der Autorin und ihrem Team hätten sich viele enttäuschte Fans gemeldet, die das Theaterstück in London nicht sehen könnten. Sie würden es aber gerne als Buch lesen. „Daher sind wir jetzt hocherfreut, es für sie verfügbar zu machen.“ Von schnöden Zahlen und dem erwarteten Geschäft kein Wort an dieser Stelle.

Theaterstück, Roman — was nun genau? Zeitweise gab es im Internet Irritationen. Die Autorin höchstpersönlich musste gestern via Twitter beruhigen: „To be clear!

The SCRIPT of #CursedChild is being published“ — Um es klarzustellen, das Dialogbuch wird veröffentlicht. Der Verlag spricht vom „Script-Buch“.   Dabei ist der Inhalt von Theaterstück und Buch zumindest in groben Zügen bereits bekannt. Die Zeit: 19 Jahre nach der großen Schlacht von Hogwarts. Harry Potter ist nun Familienvater und zudem Mitarbeiter im Ministerium für Magie. Doch seinem jüngsten Sohn Albus Severus macht das Familienerbe zu schaffen. 

Harry Potter als überarbeiteter Angestellter, Ehemann und Vater dreier Kinder — das ist für viele aus der eingeschworenen Anhängerschaft möglicherweise reichlich gewöhnungsbedürftig. Doch ansonsten verspricht die Story jede Menge Spuk sowie die altbekannten dunklen Mächte, die den wohlig- gruseligen Schauder auslösen. 

Der Zeitplan ist scharf kalkuliert: Am 30. Juli feiert das Stück im Londoner Westend Uraufführung, schon am Tag danach soll das Theatermanuskript zunächst in limitierter Auflage erscheinen. Dieses Manuskript gebe den Stand der Proben wieder und werde später durch eine endgültige Fassung ersetzt, wie der US-Kinderbuchverlag Scholastic Corporation in New York bekanntgab.

Wie immer bei Harry Potter: Ein lukratives Geschäft dürfte es werden. Potters Abenteuer erschienen bisher in 78 Sprachen, 450 Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. Joanne K.

Rowling wurde 2004 vom US-Magazin „Forbes“ auf der Liste der Dollar-Milliardäre geführt. Als erste Schriftstellerin hatte sie mit ihrem Werk eine Milliarde US-Dollar (rund 890 Millionen Euro) verdient.

Unklar ist allerdings, wann die deutschen Leser das Buch kaufen können. Der Hamburger Carlsen- Verlag, der bisher die Potter-Bücher auf Deutsch veröffentlichte, wollte sich gestern nicht festlegen. „Es gibt nichts Konkretes dazu zu sagen. Wir geben eine Pressemitteilung heraus, wenn es etwas Neues gibt.“

Peer Meinert

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