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Hauptrolle für das Wattenmeer

Lübeck Hauptrolle für das Wattenmeer

30000 Fotos hat die Dokumentarfilmerin Alexandra Pohlmeier vom Wattenmeer gemacht. Alle von einer Stelle. Einen sehr kleinen Teil davon hat sie für ihren Kurzfilm ausgesucht: Ein Tag – ein Jahr – eine Tide“ – ein ungewöhnlicher Blick auf die Nordsee.

Lübeck. Die Arbeit der aus München stammenden Dokumentarfilmerin ist einer von fünf Kurzfilmen im Filmforum, die sich mit Schleswig-Holstein beschäftigen.

Pohlmeier lebt überwiegend in Berlin, aber es zieht sie ans Meer. Deshalb hat sie seit vielen Jahren an der nordfriesischen Nordseeküste ein zweites Zuhause. Dagebüll – manche finden die Landschaft dort eintönig. Pohlmeier weiß es besser: „Das Wattenmeer sieht immer anders aus“, sagt sie. In ihrem Film gibt sie einen Blick wie aus einem Fenster aufs Wattenmeer. Links die Hallig Oland, weiter rechts Warften von Langeneß, mehr im Vordergrund ein hölzerner Pfahl. Dinge, die immer da sind und doch manchmal verschwinden. Im Dunst, in der Dunkelheit.

Die Fotos sind zwischen 2007 und 2012 zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten entstanden. 37 Fotos hat Pohlmeier für den Film verwendet. Das Meer erscheint mal silbrig und glatt, mal schlagen die Wellen hoch. Die Sonne spiegelt sich im Wasser, den Himmel färbt sie rot. Dann wieder ist es einfach nur trüb. Oder der Himmel beeindruckt durch dicke Wolken. Wer keine Ruhe hat, kann sie dort finden: Dieser faszinierende Film zeigt in nur elf Minuten das Meer rund um die Uhr und rund ums Jahr.

Die aus Bad Oldesloe stammende Filmemacherin Urte Alfs hat auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze Bräuche, Musikkapellen, militärische Zeremonien beobachtet. „Revue“ heißt ihr Film. Ganz in ihr Tun vertiefte junge Turnerinnen und Turner, Mitglieder einer Feuerwehrkapelle, Sportschützen und Ringreiter auf Sylt sind Teil dieser Revue.

67 Kilometer lang ist die deutsch-dänische Grenze – Karsten Wiesel ist sie für seinen Film „D/DK“ abgelaufen. In „Kursmeldungen“

unternimmt Rainer Komers einen Streifzug durch norddeutsche Küstenlandschaften. In „Franzosensand“ von Bettina Nürnberg und Dirk Peuker rekonstruiert ein Abiturient die Geschichte des Dieksanderkoogs in Dithmarschen, dem ehemaligen „Adolf-Hitler-Koog”.

Heute, 16.15 Uhr,   Cinestar Kino 7.

Liliane Jolitz

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