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Herb, still, erhaben

Lübeck Herb, still, erhaben

Küstenbilder des Klützer Malers Gerhard Schacht in der Galerie Siebert.

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Der Natur sehr nahe: Küstenbilder des Klützer Künstlers Gerhard Schacht (80) sind erstmals in Lübeck zu sehen.

Quelle: Foto: Lutz Roeßler

Lübeck. Lübeck — Einer seiner Lehrer gab ihm einst den Rat: „Kneif die Augen zusammen, dann sind die Details nicht so erfahrbar.“ So lernte Gerhard Schacht, Natur zu malen, ohne sich zu verzetteln. Zu seinem 80. Geburtstag widmet ihm die Galerie Siebert eine Ausstellung.

Gerhard Schacht, 1933 in Wismar geboren, ist nicht viel gereist in seinem Leben. Er hat Leningrad besucht und Krakau. „Aber ich war immer froh, wenn ich den Klützer Kirchturm wieder sehen konnte“, sagt der Maler und Zeichner. In der Kleinstadt in Mecklenburg-Vorpommern lebt er seit 1937, und dort in der Nähe findet er auch viele seiner Motive. Die Ostseeküste hat ihn ein Leben lang beschäftigt. Auch an nebligen und stürmischen Tagen hat er sich gern dort aufgehalten: „Das war immer ein großartiges und dramatisches Ereignis.“

Schacht verwendet Acrylfarben, zum Teil verdünnt. Auch Pinselzeichnungen sind in der Ausstellung zu sehen. In seinen Bildern sind die Küste bei Heiligendamm oder die „Brooker Steilküste“ Orte erhabener Stille und der Abgeschiedenheit in bisweilen starkem, aber nordisch-kühlem Licht. Wenn Schacht erzählt, tut er es mit Schalk. Davon ist auch einiges in seinen Bildern zu finden, aber man muss sehr genau hinsehen.

„Gerhard Schacht — Lübecker Hommage zum 80. Geburtstag“, Große Burgstraße 39, Vernissage heute ab 14 Uhr, bis 19. Oktober.

liz

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