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Hier angucken: Junge Skandinavier filmen in Lübeck

Young Nordic Filmmakers Hier angucken: Junge Skandinavier filmen in Lübeck

Die Young Nordic Filmmakers drehten während der Nordischen Filmtage eigene Filme. Die 17- bis 21-Jährigen aus Skandinavien und Deutschland wählten als Themen die Lübecker Stolpersteine, die Band "Charlou", das Bananenmuseum und das Fantasy-Geschäft "Gandalph". Hier können Sie die Filme sehen!

Die Young Nordic Filmmakers bei den Dreharbeiten: Anni Männikkö (v.r.), Øyvind Bekkstrand und Cecilie Skou.

Quelle: Lintschnig

Lübeck. Oyvind Bekkstrand steht im Fantasy-Geschäft „Gandalph“ in der Wahmstraße. Der Norweger dreht dort mit seinem Team einen Dokumentarfilm über Fantasy-Rollenspieler und interviewt dafür eine Mitarbeiterin des Geschäfts. Der 17-Jährige ist für den Ton zuständig, Anni Männikkö aus Finnland übernimmt die Kamera, Cecilie Skou aus Dänemark stellt die Fragen. „Haben wir alles?“, fragt er, nachdem das Interview beendet ist. „Ich denke schon“, sagt die 19-jährige Cecilie Skou, die in Kopenhagen die in Kopenhagen die Filmschule „Station Next“ besucht. „Okay, dann drehen wir die nächste Szene.“

Die drei jungen Filmemacher gehören zu den 16 Young Nordic Filmmakers, die während der Nordischen Filmtage eigene Filmideen entwickeln und kurze Dokumentarfilme drehen. Heute um 12 Uhr werden die Ergebnisse im Saal 1 des Cinestar Filmpalastes präsentiert, der Eintritt ist frei. „Es ist ziemlich herausfordernd“, sagt Oyvind Bekkstrand, der schon einige Kurzfilme gemacht hat. „Ich habe noch nie einen Dokumentarfilm gedreht. Es ist sehr interessant, besonders die Gespräche mit den Regisseuren.“

Neben dem Thema „Rollenspieler“ behandeln die anderen Gruppen Themen wie die Stolpersteine auf Lübecks Straßen, die Musikband „Charlou“ oder das Bananenmuseum in Sierksdorf.

Am Freitag waren die meisten Szenen im Kasten, dann ging es ans Schneiden. „Sie müssen sich ranhalten. Die Dateien müssen auch noch in Kinoformat umgewandelt werden“, sagt Christoph Dobbitsch, der seit Beginn des Jugendprojekts als Workshopleiter dabei ist. „Es ist schön zu erleben, was die jungen Leute für tolle Ideen haben. Und es ist ein besonderer Moment, wenn sie ihre eigenen Filme im Kino sehen.“

Hier können Sie die Filme in voller Länge sehen:

Bananenmuseum

Eigentlich wollten die vier jungen Filmemacher einen Dokumentarfilm über "Die Hanse" produzieren. Aber zum Einen haben sie keine guten Ansprechpartner gefunden, zum Anderen hat ihnen die Idee während der Erstelluing des Drehplans dann doch nicht mehr so eichtig gut gefallen. Stattdessen haben sie eine Dokumentation über ein ganz besonderes Museum mit einem ganz besonderem Museumsdirektor gedreht. Komisch, abgedreht, und auch etwas nachdenklich.

Charlou

"Charlou" ist ein Dokumentarfilm über zwei Lübecker Musiker, die eigentlich aus der Rockszene kommen, aber sich dann im elektronischen Bereich heimisch gefühlt haben. Sie selbst bezeichnen gar nicht unbedingt als Musiker, sondern mehr als Künstler, die ihre Gefühle auf der Bühne ausdrücken möchten.

Mr. Borm

Ihre erste Idee war ein Dokumentarfilm über das M;odelleisenbahngeschäft in der Beckergrube. Aber weil der Inhaber kein Englisch spricht, mussten sie sich etwas Neues suchen. Das Fantasy-Geschäft "Gandalph" mit seinem Besitzer Matthias Borm haben sie sich ausgesucht, eigentlich sollte es eine Doku über Rollenspieler werden. Doch bei Sichtung des Materials haben sich die jungen Filmemacher entschieden, den Film über die Person "Mr. Borm" kreisen zu lassen.

Stolpersteine in Lübeck

Die skandinavischen Gruppenmitglieder kannten die Stolpersteine selbst nicht, nur Hannah Schäfer aus Lübeck hatte gerade in der Schule davon gehört. Sie haben Menschen auf der Straße interviewt, einige kannten die Stolpersteine gar nicht, andere konnten viel darüber erzählen. Auch Experten kommen zu Wort bei dem Filmprojekt der Jugendlichen. Herausgekommen ist nach fünf Tagen eine informative und auch gefühlvolle Dokumentation über die Stolpersteine vor Lübecks Häusern und die Geschichte dahinter.

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Hannes Lintschnig

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