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„Hinterm Horizont“ – jetzt geht’s in Hamburg weiter

Hamburg „Hinterm Horizont“ – jetzt geht’s in Hamburg weiter

Probenstart für das Udo-Lindenberg-Musical, das von der Spree an die Elbe gezogen ist – Premiere ist am 10. November.

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Udo Lindenberg mit den Darstellern Serkan Kaya („Udo“) und Josephin Busch („Jessy, das Mädchen aus Ostberlin“).

Quelle: dpa

Hamburg. . Das Phantom der Oper hat die Reeperbahn gerade verlassen, da zieht’s Udo Lindenberg (70) wieder zum Kiez: Kurz nach dem letzten Vorhang für die Phantom-Fortsetzung „Liebe stirbt nie“ haben in Hamburg die Proben für sein Musical „Hinterm Horizont“ begonnen. 36 Darsteller bereiten sich im Operettenhaus auf die Premiere am 10. November vor.

Bis Sommer 2017 soll das „Lindical“, das zuvor mehr als fünf Jahre in Berlin lief, hier zu sehen sein.

Das sei ein sehr bewegender Tag für ihn, sagte der Panikrocker und erinnerte an jene Zeit Ende der 1960er Jahre, als er – aufgewachsen in Gronau – in seiner neuen Wahlheimat Hamburg ankam. „Reeperbahn – ganz schön geile Meile“, habe er damals gedacht. „Hier werde ich es packen, entweder als Trommler oder als Popstar, als Berater im Underground oder als Erbschleicher im Café Keese. Man weiß ja nie.“ Dass später mal in so einem großen Theater eine bedeutende Episode seines Lebens auf die Bühne komme, hätte er nie gedacht, sagte der Rockstar.

Auf St. Pauli habe alles für ihn begonnen. „Reeperbahn ist meine Herkunft, meine Zukunft“, sagte Lindenberg. Sein gleichnamiger Hit auf die „geile Meile“ gehört denn auch zu den drei Songs, die für die Hamburger Aufführungen neu in das Stück integriert werden. Ebenso die Titel „Einer muss den Job ja machen“ und „Durch die schweren Zeiten“ von seinem vor wenigen Monaten erschienenem Album „Stärker als die Zeit“. An ein paar neuen Specials werde noch gearbeitet.

„Dass Udo der wilde Rocker ist, der aus Hamburg kommt, wird in der Inszenierung mehr in den Vordergrund gestellt“, sagte Ulrich Waller, Intendant des St.-Pauli- Theaters, der wie in Berlin die Regie übernimmt. „Deswegen geht es am Ende des Stücks auch raus auf die Meile und wird der neue Schlusssong nach ,Hinterm Horizont‘ dann , Reeperbahn‘ sein.“

Bei der Hamburger Premiere gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Serkan Kaya, den Lindenberg gern seinen „Stellvertreter auf Erden“ nennt, und Josephin Busch, die dem „Mädchen aus Ostberlin“ auf frappierende Weise ähnele, werden wie in Berlin die Hauptrollen übernehmen. Als „Udo“ und „Jessy“ stehen sie abwechselnd mit Johanna Spantzel und Alex Melcher auf der Bühne.

LN

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