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„Historie mit frischen Ideen beleben“, sagt Hilke Flebbe

Lübeck „Historie mit frischen Ideen beleben“, sagt Hilke Flebbe

Mich begeistert so vieles in Lübeck, ich schwärme geradezu für diese Stadt. Die Altstadt fasziniert mich mit ihren alten Kaufmannshäusern und Kirchen.

Lübeck. M ich begeistert so vieles in Lübeck, ich schwärme geradezu für diese Stadt. Die Altstadt fasziniert mich mit ihren alten Kaufmannshäusern und Kirchen. Wie mag es vor Jahrhunderten hier ausgesehen haben? Das lese ich gerade im Mittelalterkrimi „Rungholts Ehre“ von Derek Meister . Da tauche ich ein in das Lübeck von 1390, als der störrische Patrizier Rungholt einen Mord aufdeckt. Die frühe Hansezeit wird lebendig beschrieben, und wenn ich dann am nächsten Tag durch Lübecks Gassen gehe, sehe ich sie mit neuen Augen.

 

LN-Bild

Hilke Flebbe (54) führt seit 1984 das Klassik Alstadt Hotel in der Lübecker Fischergrube, ein beliebter Treffpunkt für kulturinteressierte Besucher und Künstler. Die mittelalterlichen Altstadthäuser erfüllt sie durch Lesungen und Ausstellungen mit Leben.

Quelle: L. Roeßler

Aber Lübeck ist kein Museum! Hinter den Fassaden geschehen spannende Dinge. Steckt man die Nase durch die Türen der Kaufmannshäuser, trifft man engagierte nette Menschen mit frischen Ideen: kleine Galerien, Cafés, Läden, Werkstätten, Ateliers. Man unterstützt sich gegenseitig. Für Künstler und Kulturschaffende auch über die Grenzen Lübecks hinaus ist unser Klassik Altstadt Hotel inzwischen ein Geheimtipp. Wir geben auch heimischen Künstlern ein Forum und ich freue mich schon sehr auf die Ausstellung der Lübecker Malerin Helga Klemt . Ihre Weibs-Bilder und Stilleben passen gut zu uns.

Lübeck ist für mich nicht nur Geschichte, sondern auch Musik. Wenn ich sonntags durch die Stadt jogge, höre ich überall die Glocken läuten und das Orgelspiel aus den Kirchen. Gerne bin ich in St.

Aegidien, unserer Kunstkirche.

Auf ein Konzert freue ich mich schon sehr: Am 28. Mai wird dort die große Messe in Es-Dur von Franz Schubert zu hören sein mit dem Lübecker Bach- Chor unter der Leitung von Eckhard Bürger. Ob Kirchen, Musikhochschule oder Theater, es gibt so vieles, dass man gar nicht überall hingehen kann. Aber auf keinen Fall will ich die „West Side Story“ am Theater Lübeck

verpassen.

Jetzt im Frühling zieht es mich vor allem ins Freie. Mit dem Hund um Lübeck zu spazieren, geht ja immer. Gerne auch mit Fahrrad etwas weiter ins Umland. Bis Eutin zu radeln ist vielleicht etwas zu weit. Dann eben mit dem Auto. Aber die Landesgartenschau , die gerade eröffnet ist, will ich mir unbedingt anschauen. Vielleicht im Frühsommer, wenn schon alles in voller Blüte steht.

Im Moment bin ich voller Vorfreude auf das Hansekulturfestival vom 20. bis 22. Mai (siehe auch Seite 33). Wer vor zwei Jahren den Hansetag in Lübeck miterlebt hat, teilt meine Begeisterung sicher. Die ganze Stadt hat gefeiert! Wie schön, dass jetzt wieder so ein Event auf die Beine gestellt wird und dass so viele mitmachen. Ich habe mir schon Tickets für den „Bilderfluss“ gesichert. Mit dem Schiff schippert man um die Altstadt, und das Ufer verwandelt sich in eine Theaterlandschaft. Und im Hansemuseum kann ich endlich den Autor Derek Meister treffen, der am 21. Mai ab 17.30 Uhr seinen neuen Rungholt-Krimi „Flutgrab“ vorstellt. Im Oktober wird er übrigens im Klassik Altstadt Hotel lesen, ich bin begeistert.

LN

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