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Höhepunkte am Ende des Musikjahres

Schönberg Höhepunkte am Ende des Musikjahres

72 Musiker führen in Schönberg das Weihnachtsoratorium auf / An Silvester erklingt Orgelmusik.

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Kirchenmusikdirektor Christoph D. Minke dirigiert die Chorproben für die Aufführung des Weihnachtsoratoriums in Schönberg.

Quelle: Jürgen Lenz

Schönberg. Einen Höhepunkt bietet das musikalische Jahr in Schönberg kurz vor seinem Ende. Der Kirchenchor Sankt Laurentius, das Neustrelitzer Kammerorchester und namhafte Solisten führen am 26. Dezember das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf. Das Konzert mit 50 Sängern und 22 Instrumentalisten unter der Leitung des Schönberger Kantors Christoph D.

Minke beginnt um 20 Uhr in der Kirche.

Zur Aufführung gelangen die besonders bekannten Teile eins bis drei, in denen das Weihnachtsevangelium musikalisch darstellt und mit Arien, Chorälen und anderen Stücken kommentiert wird. „Leicht erweitert wird diese Abfolge in diesem Jahr durch einige Stücke aus dem fünften und sechsten Teil, die dem Matthäusevangelium folgen, in dem die Weisen aus dem Morgenland dem Jesuskind huldigen. So ist das geläufige Krippenbild auf hörbare Weise komplettiert“, erläutert Christoph D. Minke.

Seit Oktober probt der Schönberger Kirchenchor Sankt Laurentius für das Weihnachtsoratorium am zweiten Feiertag. Auch für die erfahrenen Sänger ist es eine Herausforderung. „Es ist nicht leicht zu singen. Das Weihnachtsoratorium ist an vielen Stellen schwierig und virtuos“, erklärt Minke. Was die Arbeit für die Aufführung erleichtert: Die meisten Mitglieder des Schönberger Kirchenchors haben das Weihnachtsoratorium von Bach bereits mehrmals gesungen. „Wenn viele es können, kann es von neuen Sängern schneller gelernt werden“, sagt der Kantor. Er arbeitet zurzeit besonders daran, dass die Sänger auch auf die anderen Stimmen achten.

Gemeinsam proben Chor und Orchester erstmals am Nachmittag des zweiten Weihnachtsfeiertags. „Vorher gibt es natürlich viele Absprachen“, betont Minke. Die Instrumentalisten sind nach seiner Auskunft „die Musiker, mit denen wir meistens zusammenarbeiten.“ Sie sind auch immer wieder im Schönberger Musiksommer zu hören. Ebenfalls keine Unbekannten in Schönberg sind die Gesangssolisten: Brita Rehsöft (Sopran) aus Stove, Meinderd Zwart (Alt) aus Schwerin, Achim Kleinlein (Tenor) aus Lübeck und Jan Westendorff (Bass) aus Ganzow in Nordwestmecklenburg.

Die Aufführung des Weihnachtsoratoriums bildet den Höhepunkt zum Ende des musikalischen Jahres in Schönberg, doch es hat noch mehr zu bieten. Heute Abend beginnt um 17 Uhr in der Kirche eine Christvesper mit Chorgesang, Orgelmusik und vielen Weihnachtsliedern. Chorsänger beteiligen sich zudem an einem Gottesdienst, der morgen um 10 Uhr im geheizten Katharinenhaus am Kirchplatz beginnt.

Blechbläser aus Schönberg und der weiteren Umgebung spielen an Silvester in einer Jahresschlussandacht. Zu ihr lädt die Gemeinde um 17 Uhr ein. Um 22.30 Uhr beginnt die traditionelle Schönberger Orgelmusik zum Jahreswechsel. Christoph D. Minke, der die Winzer-Orgel von 1847 spielen wird, kündigt an: „Es erklingt ein Programm mit mehr oder weniger weihnachtlichen Stücken von Johann Sebastian Bach.“

Musikalisch wird die Kirchengemeinde Schönberg auch das Epiphaniasfest am 6. Januar feiern. Ab 19 Uhr werden einige Sänger des Kirchenchors und die Selmsdorfer Figurentheaterspielerin Gertraud Häfner ein irisches Dreikönigspiel aufführen. „Die Orgel wird ebenfalls zu hören sein“, kündigt Minke an.

Eintrittskarten für das Weihnachtsoratorium zu 15 Euro an der Abendkasse. Sie öffnet um 19.30 Uhr.

Das Weihnachtsoratorium ist an vielen Stellen schwierig und virtuos.“ Christoph D. Minke (50), Kirchenmusikdirektor

Jürgen Lenz

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