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„Horror“ auf der Kampnagel-Bühne

Hamburg „Horror“ auf der Kampnagel-Bühne

Jakop Ahlboms Hommage an den Gruselfilm wurde vom Publikum bejubelt.

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So kommt der Schrecken in die Welt: Das „Horror“-Spektakel auf Kampnagel begeisterte mehr als 1000 Zuschauer.

Quelle: imago

Hamburg. . Eine Leiche, die sich in Luft auflöst, ein Hochzeitspaar, das durch stockdunklen Wald irrt, eine abgehackte Hand, die über den Bühnenboden krabbelt: Ingredienzien einer Theaterproduktion, die international gefeiert wird. Der Gruselfilm-Hommage „Horror“ nach dem Konzept und unter Regie des Schweden Jakop Ahlbom spendeten in der ausverkauften Hamburger Kampnagelfabrik 1000 Besucher Beifall im Stehen. Es war der Auftakt einer Reihe von Deutschland-Gastspielen.

Kunstnebel-Schwaden im Zuschauerraum, die Bühne im mysteriösen Halbdunkel und nostalgisch säuselnde Unterhaltungsmusik bilden den Rahmen für Ahlboms „Horror“. Der beschert bei hohem Wiedererkennungswert für Insider viele Anspielungen auf Genre-Klassiker – von „Der Exorzist“ über „Nightmare On Elm Street“ bis zur „Addams Family“. Die Geschichte orientiert sich an Stereotypen des Genres. Unter Donner und Blitz kehrt eine junge Frau (Silke Hundertmark) in ihr verlassen wirkendes Elternhaus zurück, dessen Möbel Bettlaken bedecken. Aus einem Schrank voll alter Kleider ertönt Kinderweinen.

Plötzlich erscheinen wie geisterhaft ein Wesen, das der jungen Frau ähnelt (Gwen Langenberg) – und das viktorianisch düster, starr auftretende Elternpaar (Luc van Esch und Judith Hazeleger). Beide Mädchen werden von Vater und Mutter in Gewahrsam genommen. In märchenhaft-altmodischer Küche findet sodann ein Kampf statt, bei dem zwei junge Männer (Yannick Greweldinger und Thomas van Ouwerkerk) ebenso grausam groteske Rollen spielen wie die Frischvermählten (Reinier Schimmel und Sofieke de Kater). Die Begeisterung der Zuschauer erregen jedoch vor allem Spezialeffekte, wie man sie sonst von der Leinwand kennt. Ekel wird dabei besonders genüsslich zelebriert. Auch Blut fließt im Übermaß.

Vorstellungen in Hamburg täglich bis 4. 9. sowie 5. bis 12. 1., weitere Gastspiele in München, Hannover, Stuttgart und Berlin.

LN

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