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Hunderte Millionen Euro für Sanierung der Speicherstadt

Hamburg Hunderte Millionen Euro für Sanierung der Speicherstadt

Rund 230 Millionen Euro hat der Hafenkonzern HHLA in den vergangenen Jahren in die Sanierung der Hamburger Speicherstadt gesteckt.

Blick in Hamburg auf die Speicherstadt.

Quelle: D. Bockwoldt/archiv

Hamburg. Rund 230 Millionen Euro hat der Hafenkonzern HHLA in den vergangenen Jahren in die Sanierung der Hamburger Speicherstadt gesteckt. Etwa zwei Drittel der denkmalgeschützten Speicher seien bisher durch die HHLA grundsaniert oder instandgesetzt worden, dies entspreche einer Gebäudefläche von rund 200 000 Quadratmetern, teilte HHLA-Vorstandsmitglied Roland Lappin am Mittwoch auf Anfrage in Hamburg mit. Für die Sanierung der übrigen Speicher geht der Konzern nach eigenen Schätzungen von weiteren Kosten in Höhe von mindestens 115 Millionen Euro aus.

Lappin wies darauf hin, dass zwischen den Kaimauern einerseits und den Speichern, die auf diesen Mauern gründen, andererseits zu unterscheiden sei. Der Linken-Bürgerschaftsabgeordnete Norbert Hackbusch hatte zuvor kritisiert, es gebe noch immer keine Bestandsaufnahme des rot-grünen Senats zur Standsicherheit und Sanierung der Kaimauern. Der Senat lasse die Speicherstadt weiter zerbröckeln. „Muss erst ein Speicher ins Wasser fallen, bevor der Senat hier etwas unternimmt?“, fragte Hackbusch.

Nach einer Antwort des Senats auf seine Kleine Anfrage weisen Standpfähle der Uferwände „altersentsprechende biologische Schädigungen“ zwar auf. Eine Gefährdung der Standsicherheit sei aber nicht erkennbar. Derzeit werde der Zustand der Mauern umfassend geprüft, heißt es in dem Papier. „Die Sanierungsbedürftigkeit wesentlicher Kaimauerabschnitte in der Speicherstadt ist bekannt“, erklärte Lappin.

Die Unesco hatte die Speicherstadt und das Kontorhausviertel im Juli 2015 zum Weltkulturerbe ernannt. Seit 1991 steht die Speicherstadt nach HHLA-Angaben unter Denkmalschutz. Sie wurde zwischen 1885 und 1927 auf einer Inselgruppe in der Elbe errichtet.

dpa/lno

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