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„Ich brauche Zeit zum Spielen“, sagt Vincenz Türpe

WAS MICH BEGEISTERT „Ich brauche Zeit zum Spielen“, sagt Vincenz Türpe

Auch wenn der Filmtitel auf Deutsch etwas banal klingt, mich begeistert immer wieder der Film „Vergiss mein nicht!“, ein romantisches Drama von meinem Lieblingsregisseur ...

Auch wenn der Filmtitel auf Deutsch etwas banal klingt, mich begeistert immer wieder der Film „Vergiss mein nicht!“ , ein romantisches Drama von meinem Lieblingsregisseur Michel Gondry aus dem Jahr 2004. Ein großartiger Film mit Kate Winslet und Jim Carrey, der dort sogar eine ernste Rolle spielt. Es geht um die Themen Gedächtnis und Erinnerung, es gibt immer wieder neue Wendungen. Das ist auf jeden Fall mein absoluter Filmtipp.

 

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Vincenz Türpe wurde 1987 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) geboren, studierte Schauspiel in Berlin und spielte an mehreren Berliner Bühnen. Seit 2014 ist er Ensemblemitglied am Theater Lübeck, wo er unter anderem als Pinneberg in „Kleiner Mann – was nun?“ zu sehen war. FOTO: LUTZ ROESSLER

Ansonsten begeistert mich natürlich meine Arbeit am Theater. Wir sind mitten in den Proben zu „Lehman Brothers“ von Stefano Massini. Es geht um den Aufstieg und Fall der Lehman Dynastie, Premiere ist am kommenden Freitag in den Kammerspielen. Außerdem ist „Die Blechtrommel“ von Andreas Nathusius äußerst sehenswert. Ich wage die Behauptung, dass in Lübeck die bisher spannendste Inszenierung des Romans zu sehen ist, demnächst am 27. November.

Mein Musikgeschmack reicht von Klassik bis One-Hit-Wonder, aber zurzeit begeistert mich die Band Kraftklub am meisten. Die Musiker aus Chemnitz verbinden sehr tanzbaren Rock mit deutschem Sprechgesang. Mit ihren Texten sind sie auf dem besten Weg Die Ärzte meiner Generation zu werden. Ich finde es großartig, dass Bands wie Kraftklub, aber auch Casper und andere die deutschsprachige Musik wiederbeleben.

Ansonsten bin ich begeisterter Brettspieler und habe eine immer größer werdende Sammlung zu Hause. Meine ganze Familie ist sehr spielbegeistert, inzwischen habe ich auch Freunde und Bekannte in Lübeck mit meiner Leidenschaft angesteckt. Ich spiele nicht nur eine Art von Spielen, sondern glaube, dass es für jede Gruppe das richtige gibt. Die Abwechslung ist wichtig.

Mein persönliches Lieblingsspiel zurzeit ist „Scythe“ , aber das fällt von der Komplexität in die Kategorie Kennerspiel. Wirklich jedem empfehlen kann ich „Codenames“ , das Spiel des Jahres 2016, das ist super kurzweilig, und man kann es ab vier bis zu acht Spielern spielen. Man spielt immer in zwei Teams gegeneinander und muss versuchen, sich gegenseitig die besten Tipps zu geben, aber da die Konkurrenz zuhört, darf man immer nur ein Wort und eine zugehörige Zahl nennen, um das derzeitige Rätsel zu lösen. Eine Runde dauert nur fünfzehn Minuten, und man hat immer Lust noch eine weitere zu spielen.

Für Leute, die den Konflikt nicht mögen, empfehle ich „Pandemie“ . Hier spielt man immer zusammen. Man versucht zu verhindern, dass sich vier Viren auf der Erde ausbreiten, und die Spieler müssen als Wissenschaftler alles daran setzen die Erreger einzudämmen. Das Spiel ist seit sechs Jahren ein Dauerbrenner in meiner Sammlung.

LN

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