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„Ich mag alle Opern“, sagt Emma McNairy

WAS MICH BEGEISTERT „Ich mag alle Opern“, sagt Emma McNairy

Meine liebste Beschäftigung, seit ich ein kleines Kind bin, ist es zuzuhören und immer wieder etwas über Opern und Lieder zu lernen.

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Emma McNairy (29) hat Gesang studiert, unter anderem am San Francisco Conservatory of Music und an der Internationalen Bachakademie in Stuttgart. Die Texanerin ist seit der Spielzeit 2016/17 festes Ensemblemitglied am Theater Lübeck.

Quelle: Foto: Lutz Roessler

Lübeck. Meine liebste Beschäftigung, seit ich ein kleines Kind bin, ist es zuzuhören und immer wieder etwas über Opern und Lieder zu lernen. Ich finde die Kombination aus Musik, Text und menschlicher Stimme unendlich schön und faszinierend. Ich liebe alle Opern: von Monteverdi, Mozart, Puccini, Wagner, Massenet, Berg, Reimann, Britten, Previn – alle. Was Musik außerhalb der klassischen Welt, die ich liebe, angeht: Da empfehle ich die Jazz- und R&B- Singer- und Songwriterin Rachelle Ferrell . Ihre Stimme ist von ihrer Virtuosität wie ein Instrument.

Auch liebe ich die frühen Alben von Ani DiFranco .

Das letzte Buch, das ich las, war „The Price of Salt“ von Patricia Highsmith , nachdem ich von dem Film „Carol“ (2015) wie besessen war. Für mich ist das Buch sogar noch besser als der großartige Film. Es wurde 1952 geschrieben und war für die damalige Zeit ein sehr mutiger Streifzug durch die Welt der lesbischen Liebe und Kultur. Eines meiner Lieblingsbücher aller Zeiten ist „A Fine Balance“ von Rohinton Mistry . Ich habe 2009 sechs Monate in Indien gelebt und bin seither sehr interessiert an indischer Geschichte und Kultur. Dieses Buch bietet einen unglaublichen Einblick in die Zeit von der Teilung 1947 bis in die 1970er und 1980er Jahre. Und das Buch, das ich gerade lese, das lesbische und queere Kultur mit indischer Kultur zusammenbringt, ist „Marriage of a Thousand Lies“ von SJ Sindu .

Staffel 4 der Serie „Transparent “ fand ich wichtig in Bezug auf Themen wie die Politik des Nahen Ostens, Geschlecht, Spiritualität, Sexualität und Familie. Sehr empfehlenswert! Die Serie spielt in Los Angeles, und es gibt mir das Gefühl, dass ich bei meinen Freunden und meiner Familie in Kalifornien bin, wenn ich sie sehe. „Sense8“

ist auch eine unglaubliche, originelle Serie.

In der interessanten Inszenierung „Carmina“, in der ich derzeit am Theater Lübeck zu sehen bin, geht es ebenfalls viel um Themen über das Geschlecht, die Suche nach Liebe und das mit einem Wink zur Performance-Kunst. Es gibt Videos zu sehen, für die wir beim Dreh extreme Dinge tun sollten, wie einander in die Arme beißen, uns gegenseitig ins Gesicht schlagen und weinen – der Dreh hat Spaß gemacht! Jedes Mal, wenn ich das Stück singe, sehe ich mich groß auf dem Bildschirm und finde das ziemlich herausfordernd, aber auch cool.

LN

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