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Interkulturelles Gebet eröffnet Hansefestival

Lübeck Interkulturelles Gebet eröffnet Hansefestival

„So fröhlich kann der Frieden sein!“ freute sich Imke Akkermann-Dorn von der Evangelisch-Reformierten Kirche Lübeck.

Lübeck. „So fröhlich kann der Frieden sein!“ freute sich Imke Akkermann-Dorn von der Evangelisch-Reformierten Kirche Lübeck. Der temperamentvolle Frauenchor der Jüdischen Gemeinde hatte „Schalom“ angestimmt, und die Besucher in der vollbesetzten Aula des Katharineums stimmten kräftig ein. Ein interreligiöses Gebet war der offizielle Auftakt zum Hansekultur-Festival.

„Wir haben bewusst auf eine große Eröffnungsveranstaltung verzichtet,“ sagt Christian Martin Lukas, Geschäftsführer der Lübeck und Travemünde Marketing GmbH, Ausrichter des Festivals. Ein interreligiöses Gebet passe gut in die jetzige Zeit, so Lukas. Es stehe für Völkerverbindung – wie der Tourismus. „Tourismus ist Völkerverbindung live“, betont er.

Vertreter jüdischer und muslimischer Geistlicher sowie evangelischer und katholischer Kirchengemeinden in Lübeck beteten und baten um Frieden und Barmherzigkeit. Joachim Kirchhoff, Pfarrer von St. Brigitta und Bonifatius, erinnerte an die Inschrift am Holstentor: „Concordia domi foris pax“ – „Eintracht drinnen, Frieden draußen“. Er forderte die Teilnehmer der Andacht auf, sich per Handschlag Frieden zu wünschen, was freudig aufgegriffen wurde.

Die Ansprache von Adem Keskin von der neu gegründeten Islamischen Hochschulgemeinde in Lübeck erinnerte an den Kern und Geist der Hanse: „Durch den Handel wurden zwei Fremde zu Partnern.“

Bürgermeister Bernd Saxe betonte, der Grundgedanke der Hanse entspreche dem interkulturellen Gebet. Es stehe für Weltoffenheit und Toleranz. Der Jugendchor der evangelisch-lutherischen Paul-Gerhardt-Gemeinde bewegte mit dem Antikriegslied „Weiße Fahne“ von „Silbermond“, die Kinderchöre der muslimischen Gemeinden Lübecks beeindruckten mit ihrem Gesang.

LN

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