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Kultur im Norden Jamel rockt gegen Rechts
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18:12 28.08.2017
„Kraftklub“-Frontmann Felix Brummer beim „Jamel rockt den Förster"-Open-Air. Quelle: Foto: Dpa
Jamel

Die Namen der Bands waren vorher nicht verraten worden, trotzdem war „Jamel rockt den Förster“ schon seit Monaten ausgebucht. 1200 Zuschauer wurden am Wochenende gezählt bei dem zweitägigen Festival, mit dem das Künstlerehepaar Birgit und Horst Lohmeyer Position bezieht gegen Neonazis in seinem Dorf bei Wismar (Mecklenburg-Vorpommern).

Und die elfte Auflage des Festivals konnte sich wahrlich sehen lassen. Nach den Toten Hosen und den Ärzten in den Vorjahren waren dieses Mal Kraftclub und die Fehlfarben vertreten, Slime und die Sterne, Schnipo Schranke und Schrottgrenze.

Vielen galten die Beatsteaks als Hauptact. Neben ihren eigenen Hits spielte die Band aus Berlin auch Coverversionen. Den Queen-Klassiker „I Want To Break Free“ leitete Sänger Arnim Teutoburg-Weiß mit Blick auf die Neonazi-Nachbarn der Lohmeyers mit den Worten ein: „Wir möchten gerne einen speziellen Song spielen, für die ganzen homophoben Typen in diesem Land – zum Beispiel im Haus nebenan.“

Es sei das vielleicht wichtigste Festival in Deutschland, sagte Bela B, Schlagzeuger und Sänger der Ärzte, der die Veranstaltung als Moderator eröffnete. Nicht viele Festivals würden etwas wie Jamel bieten und sich mit Kunst gegen Rechts wehren. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kam zu Besuch. Die Bands spielten kostenlos, die Einnahmen kommen der Festivalorganisation zugute.

LN

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