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Jean-Paul Belmondo in Venedig für Lebenswerk geehrt

Venedig Jean-Paul Belmondo in Venedig für Lebenswerk geehrt

Deutsche Koproduktion im Rennen um den Goldenen Löwen – Ovationen für Kennedy-Drama „Jackie“.

Venedig. Wichtiger Preis für einen großen Schauspieler: Der Franzose Jean-Paul Belmondo ist in Venedig beim Filmfestival für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden.

 

LN-Bild

Film-Legende Jean-Paul Belmondo (83) in Venedig.

Quelle: AFP

Der 83-Jährige war zwar guter Dinge; strahlend und gebräunt präsentierte er sich den Kameras, zugleich aber wirkte er sichtlich gebrechlich. Der Schauspieler, der mit Rollen in Filmen wie „Schritte ohne Spur“ (1959) von Caude Chabrol oder „Außer Atem“ (1960) von Jean-Luc Godard bekannt wurde, musste im Rollstuhl geschoben werden und kam mit Krücken auf das Podium der Pressekonferenz. Während er weltweit auch heute noch von einem Millionenpublikum verehrt wird, überrascht er öffentlich mit einem Bekenntnis: „Ich war mir nicht sicher, ob ich Schauspieler sein wollte. Ich habe dann zwar angefangen zu schauspielern und Theater zu spielen, aber erst dann war ich auch wirklich überzeugt.“

Für weitere Überraschungen sorgte während des Festivals das Drama „Jackie“ über die Präsidentengattin Jacqueline Kennedy mit Oscarpreisträgerin Natalie Portman in der Hauptrolle. Der Film wurde nach der ersten Vorstellung mit Bravo-Rufen gefeiert, und es gab Ovationen.

„Jackie“ erzählt aus Sicht der First Lady vom Attentat auf den US-Präsidenten John F. Kennedy im November 1963 in Dallas. Der Film des chilenischen Regisseurs Pablo ist einer von 20 Beiträgen im diesjährigen Wettbewerb des Festivals, ihm aber geht es dabei nicht um das Attentat selbst. Stattdessen fokussiert Larraín die traumatisierte Witwe, deren Leben in den Tagen nach der Tragödie auf dem Kopf steht.

Mit „Paradiso“ ging außerdem eine weitere deutsche Koproduktion ins Rennen um den Goldenen Löwen. Darin stellt der Russe Andrej Kontschalowski verschiedene Protagonisten des Zweiten Weltkrieges gegenüber. Auch wenn die Geschichten aus persönlichen Perspektiven erzählt werden, gelingt es dem Regisseur, einen Einblick in die Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten zu geben.

LN

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