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Jonas Kaufmann als strahlender Lohengrin

Paris Jonas Kaufmann als strahlender Lohengrin

Der deutsche Tenor hatte nach vielen Absagen ein glänzendes Comeback an der Opéra Bastille in Paris.

Paris. Heroisch und romantisch: Startenor Jonas Kaufmann hat mit seinem Gesang wieder das Publikum begeistert. Bei seinem Comeback in der Opéra Bastille in Paris war der 47 Jahre alte Tenor in Hochform. In der Titelrolle von Richard Wagners Oper „Lohengrin“ riss er mit seiner Traumstimme die Menschen im ausverkauften Haus von den Sitzen. Der Applaus schlug in Jubel um, als Kaufmann am Schluss alleine auf die Bühne trat.

 

LN-Bild

Einer der Besten seines Fachs: Kaufmann als Lohengrin.

Quelle: Foto: Dpa

Krankheitsbedingt hatte der gebürtige Münchner seit mehreren Monaten Auftritte in Deutschland und im Ausland abgesagt, darunter auch seine Teilnahme an der Eröffnung der Elbphilharmonie.

Seinem Comeback wurde in Paris nicht nur deshalb mit Spannung entgegengefiebert. Denn auch in der französischen Hauptstadt hatte man ihn schon im Oktober in der Oper „Hoffmanns Erzählungen“ von Jacques Offenbach vergeblich erwartet.

In seiner Entschuldigung an das Pariser Theaterhaus ging Kaufmann erstmals näher auf den Grund seiner Absagen ein: Nebeneffekte eines Medikaments hätten dazu geführt, dass eine kleine Ader auf seinen Stimmbändern geplatzt sei. Er müsse deshalb so lange aufhören zu singen, bis dieses Hämatom völlig beseitigt sei, um bleibende Beschädigungen zu vermeiden. 

Der Wagner-, Verdi- und Puccini-Interpret gilt neben dem Peruaner Juan Diego Flórez als bester Tenor der Welt und ist so gefragt wie kaum ein anderer Sänger. Er müsse etwas auf die Bremse treten, sagte Kaufmann schon Anfang des vergangenen Jahres in einem Interview. Er müsse seine Stimme schützen. Bereits im Oktober und November 2015 hatte er eine längere Krankheitsphase.

Im Pariser „Lohengrin“ präsentierte sich Kaufmann vor rund 2700 Zuschauern wieder in Hochform. Er spielte ohne überzogene Theatralik und sang voller zarter und vollblütiger Wärme. Buhrufe bekam die Inszenierung des deutschen Regisseurs Claus Guth.

LN

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