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Kultur im Norden Juraj Hólly träumt von „Rigoletto“
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19:13 18.10.2017
Juraj Hólly stammt aus der slowakischen Haupstadt Bratislava.

Juraj Hólly ist der neue Tenor im Ensemble des Lübecker Musiktheaters. Der 30-jährige Sänger stammt aus der slowakischen Hauptstadt Bratislava, lebt und arbeitet aber bereits seit sechs Jahren in Deutschland. Nach einem Jahr am Opernstudio Köln war er fünf Jahre lang am Theater Koblenz engagiert.

„Zum Singen bin ich auf Umwegen gekommen“, erzählt Hólly, der in der Oper „Der ferne Klang“ die Rollen des Chevaliers und des zweifelhaften Individuums übernimmt. „Ich wurde mit acht Jahren für ein Kinderprojekt ausgewählt, weil man erkannt hatte, dass ich Talent habe. Aber dann hat mich Sport viel mehr interessiert als Musik, ich war Profi-Schwimmer. Nach der Schule wollte ich dann Medizin studieren, das klappte aber nicht, und so habe ich mich am Konservatorium beworben und wurde angenommen.“ Vom Konservatorium wechselte Juraj Hólly an die Kunsthochschule in Bratislava, wo er seinen Abschluss machte, anschließend begannen seine deutschen Jahre.

„Ich habe als Student an einigen Wettbewerben teilgenommen und habe den Spezialpreis beim Wiener Belvedere-Gesangswettbewerb gewonnen“, erzählt Hólly. „Der Preis war mit einem Engagement an der Wiener Kammeroper verbunden.“

Künstlerisch ist Juraj Hólly vor allem im italienischen Fach zu Hause. „Mit Verdi-Partien kann ich gut umgehen, die großen Puccini-Partien aber kämen noch etwas zu früh für mich“, sagt Hólly, der auch Erfahrung mit Barockmusik hat und viel Wert auf technische Perfektion beim Singen legt. „Den Sinn dafür hat mir mein Lehrer in Bratislava vermittelt.“

Traumrollen hat der junge Tenor aber dennoch. „,La Boheme‘ würde ich gerne irgendwann singen, auch ,Rigoletto‘ ist ein Traum von mir. Und zum Ende meiner Karriere dann ,Pagliacci‘ von Leoncavallo.“

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LN

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