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„Kiek in un höög di“ sagt Hannelore Kastorff

Lübeck „Kiek in un höög di“ sagt Hannelore Kastorff

Premieren finde ich total spannend. Ganz besonders die „meiner Bühne“. Sie treiben meinen Adrenalinspiegel immer noch und immer wieder in die Höhe.

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Theater, besonders das niederdeutsche, spielt bei Hannelore Kastorff (Foto) eine große Rolle. Die 59-Jährige ist seit vier Jahrzehnten Mitglied der Niederdeutschen Bühne Lübeck. Seit 16 Jahren ist sie Bühnenleiterin des Vereins.

Lübeck. Premieren finde ich total spannend. Ganz besonders die „meiner Bühne“. Sie treiben meinen Adrenalinspiegel immer noch und immer wieder in die Höhe. Am 2. Februar findet die dritte Premiere in unserer Spielzeit in den Kammerspielen statt. „Minsch sien mutt de Minsch“ heißt dieser niederdeutsche Klassiker. Da werden Erinnerungen wach: Denn ich stand selbst 1992 als junge Undercover-Kommissarin in dieser Komödie auf der Bühne. Der Appell, soziale Wärme und Menschlichkeit walten zu lassen, ist damals wie heute wichtig, also: „Kiek in un höög di.“

Mit einer Aufführung geht es dann für mich in dieser Woche weiter, denn das St.-Pauli Theater in Hamburg spielt am Montag, 8. Februar, zum letzten Mal „Bella Figura“ , das neueste Stück der Kultautorin Yasmina Reza. Bereits von ihren Stücken „Kunst“ und „Der Gott des Gemetzels“ war ich äußerst angetan — Reza zeigt unverblümt, wie wie schnell zivilisierte Menschen ihre guten Manieren verlieren können. Die Aufführung der renommierten Berliner Schaubühne fiel bei der Kritik durch. Deshalb bin ich sehr gespannt, wie die Hamburger das machen.

Und dann muss ich mich weiter sputen. Denn ich will unbedingt noch die Landesschau der Bildenden Künstler sehen, die noch bis Mitte Februar läuft — zum ersten Mal in Pinneberg.

Mit von der Partie sind fünf Lübecker Künstler.

Für mich ist das ist eine hervorragende Möglichkeit, einen Überblick über das gesamte Spektrum der aktuellen Kunst in Schleswig-Holstein zu bekommen. Zu sehen sind Fotografien, Gemälde und Plastiken.

Das möchte ich auf gar keinen Fall verpassen. Aber nicht nur die Kunstschau, sondern auch der Ort der Ausstellung, „Die Drostei“, ein Barockpalais, ist ein spannendes Umfeld für moderne Kunst.

In meinem persönlichen Kulturkalender ist am 28. Februar das Gastspiel der Gustav Peter Wöhler-Band um 18 Uhr im Lübecker Kolosseum fest eingeplant. Ich mag den Schauspieler und Sänger, der trotz seiner Leibesfülle unheimlich beweglich ist und toll tanzen kann. Sein Programm heißt „Shake a little“ — ob im Kolosseum tatsächlich gerockt wird? Ich jedenfalls wäre dabei!

LN

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