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Kultur im Norden Klangreise durch Galaxie, Raum und Zeit
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18:31 13.06.2018

Es sind wohl die Dimensionen, die „Kunst am Kai“ zu einer besonderen Veranstaltungsreihe machen. Der scheinbar unendliche Raum für das Bühnengeschehen, das großzügige Inszenierungen zulässt. Die tragende Akustik, ein riesiges Foyer mit Platz für Kammerkonzerte. Diesen Planungsraum am Hafen, eingebettet in hanseatische Historie, hat LN-Kulturpreisträgerin Gabriele Pott für ihre Projekte entdeckt und wird hier nun mit einem opulenten Konzertauftakt in die fünfte Spielzeit gehen.

Den ersten Festivalabend des Sommers werden 100 Mitwirkende bestreiten, darunter das Blechbläserquintett „Modern Brass“ mit Mitgliedern des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der Lübecker Philharmonie, Saskia Schmidt-Enders und Gabriele Pott am Klavier, sowie die jungen Tanz-Company der Ballettschule von Caroline und Johannes Kritzinger. Das Paar zeichnet auch für die Choreographie verantwortlich. Im Mittelpunkt steht die astrologische Sicht auf „Die Planeten“ von Gustav Holst, neben unter anderem Bernsteins Candide-Ouvertüre und Filmmusik von John Williams („Star Wars“).

Die Reihe wird fortgesetzt mit einem Konzert zur Blauen Stunde am 7. Juli, mit Texten zum Thema „Alles hat seine Zeit“, vorgetragen von Schauspielerin Heide Züger, musikalisch begleitet vom „Duo con Spirito“ und visuell umgesetzt mit Videoinstallationen und Bildern des Fotografen Christoffer Greiß. Den Schlusspunkt bildet Verdis Chorsinfonie „Messa da Requiem“ im September mit 200 Sängern, Solisten und Orchester unter Mitwirkung der Lübecker Singakademie, der Knabenkantorei, des Mädchenchors „Canta!“ und des Kunst-am-Kai-Orchesters.

Eine Entdeckungstour durch Raum und Zeit ist die visionäre Jugendoper „Tausend Jahre und ein Tag“ mit einem Blick in die Zukunft Lübecks. Dieser Teil des Festivals stammt in musikalischer Hinsicht wieder aus der Feder von Gabriele Pott, mit Dialogen von Birgit Kronshage. Diesmal ist die Jugendoper eine Auftragsarbeit der Hansestadt zum 875. Geburtstag. Am 18. August wird nach zweiwöchiger Probezeit Premiere gefeiert.

Angedacht sei, so Pott, diese besondere Location auf der nördlichen Wallhalbinsel ganzjährig zu nutzen und den Spielbetrieb auch im Winter aufrecht zu erhalten. Damit entfielen der aufwändige Auf- und Abbau in Frühjahr und Herbst. Die Organisatorin hofft auf die Unterstützung durch die Stadt und von Sponsoren, auch um die Arbeit hinter den Kulissen weiter zu professionalisieren. Die anfängliche Skepsis, „Kunst am Kai“ sei nur ein weiterer Punkt in Lübecks Kulturkalender, ist immerhin längst überwunden, zumal Besucher aus einem Radius bis Bremen oder Süddeutschland anreisen. „Wir sehen uns als Erweiterung und wollen eine Alternativszene in Lübeck sein“, betont die Initiatorin, Komponistin, Dirigentin und Chorleiterin. Mit großen Räumen spielend, die Bandbreite der Klassik in innovativen Formaten bietend, immer noch eine Sinnesebene mehr im Wahrnehmen von Musik: „Wir wollen überraschen!“

Auftakt mit den „Planeten“

Das Eröffnungskonzert „Die Planeten“ beginnt am Sonnabend, 16. Juni, um 19 Uhr. Am Mittwoch, 7. Juli, 19 Uhr, folgt das Konzert zur Blauen Stunde „Alles hat seine Zeit“ mit Lyrik und Musik im Foyer.

Die Lübeck-Oper „Tausend Jahre und ein Tag“ ist am 18. 19., 25. und 26. August zu sehen, das Verdi-Requiem am 8. September um 19 Uhr und am 9. September

um 18 Uhr.

Veranstaltungsort ist der Hafenschuppen C, Willy-Brandt-Allee 31 c.

Karten gibt es in den LN-Geschäftsstellen und anderen Vorverkaufsstellen. Infos unter www.kunst-am-kai.de.

Margitta True

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