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Klarinetten-Reise rund um die Welt

Lübeck Klarinetten-Reise rund um die Welt

Schüler des Professoren-Ehepaars Sabine Meyer und Reiner Wehle boten ein fünfstündiges Marathon-Konzert.

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Virtuosen auf vielen Klarinetten-Arten: Sabine Meyer und Reiner Wehle.

Lübeck. Rekordverdächtig: Auch die 15. Lübecker Klarinettennacht fand im Großen Saal der Musikhochschule wieder vor vollbesetzten Rängen statt. Studierende der Eheleute Sabine Meyer und Reiner Wehle stellten ihr Können in einem fünfstündigen Programm-Marathon unter Beweis. Dabei geriet das Thema „Round the World“ auch zu einer kleinen Demonstration gegen Fremdenhass und gegen Isolationismus und populistische Abschottung.

In seiner Moderation wies Reiner Wehle eben auch darauf hin, dass die „klassische Musik“ heute mehr denn je die Völker verbindet und international geprägt ist. Das war schon immer so und es wird so bleiben. Die musikalische Reise mit Sabine Meyer und Reiner Wehle und dreizehn ihrer Schüler führte rund um die Welt mit Musik von Komponisten aus Deutschland (Mendelssohn), Belgien (Laporte), Schweiz (Honegger), Italien (Rossini), Ungarn (Illés), Rumänien (Olah), Österreich (Mozart), der Tschechischen Republik (Martinu), Polen (Lutoslawski), Dänemark (Gade), Russland (Strawinsky), Südkorea (Yun), Japan (Miyoshi), den USA (Bernstein), Venezuela (D’Rivera), Kuba (Cervantes), England (J. Horovitz), Frankreich (Milhaud) und als Ziel wieder aus Deutschland (J. Widmann). Dabei waren die Herkunftsländer der Musiker ähnlich international wie die Musik vielfältig. Immer wieder frappierte Reiner Wehle, dem es in seiner vorzüglichen Moderation nicht nur gelang, auf die Studierenden und ihren Werdegang hinzuweisen, sondern darüber hinaus Lust bereitende Neugier und Vorfreude auf Kompositionen zu wecken, die weniger im gängigen Repertoire zu finden sind. Bei der Vielfalt der Musikerpersönlichkeiten ist es unmöglich, einzelne herauszuheben, doch geben bereits die jüngeren Schüler berechtigte Hoffnung auf eine aufstrebende Karriere. Unbedingt genannt werden muss aber der Pianist Christian Ruvolo, der den Löwenanteil des Programms einfühlsam, zuverlässig und in immer perfektem Zusammenspiel bestritt. Doch hätten seine beiden Klavier-KollegInnen Can Bagdar Bilen und Jelizabeta Vasiljeva sicher ähnlich überzeugt, wären sie häufiger zum Einsatz gekommen. Am Ende bedankten sich die zahlreichen Zuhörer mit enthusiastischem Beifall und Dankbarkeit darüber, dass die Klarinettennacht 2018 bereits in Vorbereitung ist. Dieter Kroll

LN

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