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Kultur im Norden Klartext mit Musik aus dem Osten
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19:13 09.01.2018
Feine Sahne Fischfilet mit Sänger „Monchi“ (Mitte). Quelle: Foto: Promo
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Rostock/Berlin

„Uns ist schon bewusst, dass wir nicht ohne das Drumherum existieren können“, sagt Trompeter Max Bobzin. „Wir bringen Musik und Politik zusammen. Wir wollen mit der Band Dinge ansprechen, etwas bewegen und voranbringen.“ Auch auf ihrem fünften Album „Sturm und Dreck“ gehen Politik und Musik Hand in Hand.

Der Spaß am Leben, auch mal über die Grenzen der Vernunft hinaus, persönliche Erfahrungen und schlussendlich die klare politische Kante bilden den inhaltlichen Kern der Songs. „Mit unserem neuen Album wollen wir Kraft geben. Es ist nicht die Zeit, nach unten zu schauen“, sagt der rede- und auch sonst gewaltige Sänger Jan „Monchi“ Gorkow: „Man muss aus der Schockstarre erwachen und seinen Arsch hochbekommen.“

Nach dem Motto verfährt die Band seit Jahren. Sei es mit einer Kampagne wie „Noch nicht komplett im Arsch“ vor der Landtagswahl in MV oder dem Auftritt in Anklam, einem Neonazi-Brennpunkt im Osten.

Aber auch in der Flüchtlingshilfe ist die Band aktiv. Sänger „Monchi“ hat Hilfsgüter an die syrisch-türkische Grenze nach Suruç gebracht. Davon handelt der gleichnamige Song auf dem neuen Album.

Solche Aktionen finden nicht alle gut. Drohungen gegen die Band und ihr Umfeld aus dem rechten Spektrum gehören zum Alltag. Aber davon lassen sich Feine Sahne Fischfilet nicht einschüchtern.

„Monchi“ liegt ein von der Band und Ortsvereinen organisiertes Dorffest in seiner Heimatgemeinde besonders am Herzen. Früher sei es dort normal gewesen, dass die Jugendlichen Kleidung von „irgendwelchen Faschobands“ trugen, wie er sagt. Das habe sich nun geändert. „Meine Tante hat dort eine kleine Bäckerei. Plötzlich stehen dort Kids mit ,Kein Bock auf Nazis‘-Shirts drin“, erzählt er.

LN

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