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Kultur im Norden Kleine Filme, kurz und schmerzlos
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19:12 01.11.2016
Viktor Kotowicz von Lahnberg als Pathologe Abrikosov mit dem Leichnam Lenins in „Mausoleum“.

Die Kunst des Kurzfilms ist eine Spezialität bei den Nordischen Filmtagen. Vier Themen bilden das Programm mit insgesamt 23 Beiträgen. Unter der Überschrift „Scheidewege & Wendepunkte“ schildert Pia Andell ganz ohne Worte eine unerwartete Begegnung an einer finnischen „Haltestelle“ (so der Titel des Films), und Austeja Urbaite zeigt, wie sich unter litauischen „Brücken“ das Kajak eines jungen Paares als ebenso fragil erweist wie seine Freundschaft.

Unter dem Titel „Erwartungen & Entwicklungen“ räumen Gunhild Enger und Jenni Tolvoniemi in ihrer nordischen Koproduktion „Das Komitee“ auf mit der schönen Illusion, dass die Länder im Norden immer einig sind. Das titelgebende Komitee soll ein Kunstwerk finden, das Schweden, Norwegen und Finnland repräsentiert. Die Suche gestaltet sich so schwierig wie komisch.„Das Tal“ irgendwo auf den Färöern ist für Heidrik á Heygum der Ort, wo sich die Schicksale zweier Menschen tragisch kreuzen, während in der finnischen Provinz von Teemu Nikkis „Fantasia“ der leidgeprüfte Sohn eines Kartoffelbauern die täglich servierten Kartoffeln in jeder Zubereitungsform gründlich satt hat und die kulinarische Revolution plant.

Dass der Umgang mit dem Tod auch tragikomische Elemente haben kann, zeigt das Programm „Den Löffel abgeben“ mit dem litauischen Beitrag „Das Kamel“ über zwei Tierpfleger, die feststellen müssen, dass es in einem Zoo nicht so einfach ist, ein totes Kamel loszuwerden. In der estnisch-finnischen Sowjet-Komödie „Mausoleum“ teilt man die Sorge eines Pathologen beim Umgang mit Lenins einbalsamiertem Leichnam – der verewigte Kommunistenführer wird von einer Fliege belästigt.

• Alle Informationen unter

www.luebeck.de/filmtage/de

LN

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