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Klezmer, Kunst und Kneipenmusik

Lübeck Klezmer, Kunst und Kneipenmusik

Musikstudenten an neuen Spielorten: Lakner & Kücken treten in einem Restaurant und einer Galerie auf.

Lockerer Klezmer: Jakob Lakner (l.) und Nicolas Kücken.

Lübeck. Klassische Konzertsituation: Künstler betritt die Bühne, bietet sein Programm dar, erhält Applaus und geht ab. Es geht auch anders. In der Reihe „Musikerkennen“ der Förderergesellschaft der Musikhochschule Lübeck treten Musiker und Publikum in einen Dialog. Zunächst erklären die jungen Musiker ihre Instrumente und das Programm, erläutern ihren Zugang zur Musik und geben Hörbeispiele. Anschließend gibt es Gelegenheit zu Gesprächen und zum Abschluss das Konzert.

In dieser Woche gibt es gleich zwei Möglichkeiten, Musik ungezwungen und in ungewohnter Atmosphäre zu erleben. Jakob Lakner und Nicolas Kücken, beide bekannt als Mitglieder der Band Yxalag, spielen Klezmer: heute im Lübecker Restaurant „lokal“, morgen in der Galerie Müller & Petzinna in Groß Grönau.

Knapp zehn Veranstaltungen dieser Reihe mit über 40 Studenten sind seit November 2012 bereits gelaufen. „Mit großem Erfolg“, sagt Peter Wilckens von der Förderergesellschaft, der die Idee zu „Musikerkennen“ hatte, Spielorte ausfindig machte und alles koordiniert. Gespielt wird in Restaurants, aber auch in Kinos oder im Wasserturm. Die Resonanz ist inzwischen gut, Interessenten können sich auf der Homepage anmelden.

Die Idee hinter dieser Reihe: Die jungen Musiker sollen lernen, sich nicht nur mit ihren Instrumenten, sondern auch mit Worten auszudrücken, ihre Musik zu erklären und selbstsicher aufzutreten. „Für manche war es anfangs eine Herausforderung, aber sie wurden immer lockerer und sicherer“, freut sich Projektleiter Wilckens.

Jakob Lakner ist schon ein Bühnenprofi. Der Klarinettist nimmt als charmanter Moderator, Sänger, Komponist und beseelter Musiker das Publikum für sich ein. Nicolas Kücken an der Gitarre ist mit seiner Liebe zum Buddhismus eher der Gegenpol. Er glänzt einerseits vor allem durch bedächtige Gitarrensoli, kann aber auch die E-Gitarre rocken. In ihrem Programm fließen unterschiedliche Stile zusammen: barocke Fuge, Bossa Nova, Tango, Swing, Musette, Balkan-Beat oder die Melancholie russischer Melodien.

Das Konzert heute im „lokal“, Mühlenstraße 10, beginnt um 20 Uhr und kostet 14 Euro Eintritt (Anmeldungen unter (0451) 707 86 931. In der Galerie Müller & Petzinna in Groß Grönau, Hauptstr. 49a, ist ebenfalls um 20 Uhr Beginn, der Eintritt beträgt 15 Euro. Das Konzert begleitet die Ausstellung: „Musikanten — Komödianten — Zirkusleut“ des ungarischen Malers und Bildhauers Ernö Toth.

PH

• Weitere Termine und Infos: www.musikerkennen.de

LN

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