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Kultur im Norden Klingender Pointillismus
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20:31 18.02.2014
Bernd Richard Deutsch Quelle: Boosey&Hawkes 2013
Lübeck

„Da prasseln schon in den ersten Takten verschiedenste Klänge auf den Hörer ein, liefern einander jaulende Glissandi, später auch Rufen und Fußstapfen kanonischer Verfolgungsjagden, klagt eine Bratschenkantilene — immer gestisch expressiv, quecksilbrig, auch humorvoll-ironisch: ein klingender Pointillismus, der im Detail wie im Ganzen glänzt.“ Das schrieb ein österreichischer Musikkritiker über Bernd Richard Deutsch. Der 37-jährige Komponist aus Österreich wird in diesem Jahr beim Schleswig-Holstein Musik Festival mit dem Hindemith-Preisträger ausgezeichnet.

Bernd Richard Deutsch lebt als freischaffender Komponist in Wien. Er besuchte die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, schloss sein Studium 2003 ab. 37 Kompositionen schuf Deutsch.

Er wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Seine Werke waren unter anderem bei der Biennale Neue Musik Hannover, Klangspuren Schwaz, beim Start Festival Salzburg und bei Wien Modern aufgeführt. 2012 gewann der 37-Jährige mit seinem streng strukturierten Orchesterwerk „Subliminal“ in Tokio den Toru Takemitsu Composition Award, einen internationalen Wettbewerb für junge Komponisten. Ein Jahr darauf qualifizierte er sich mit seiner Arbeit „Mad Dog“ für den Erste-Bank-Kompositionswettbewerb. Im November vergangenen Jahres wurde „Dr. Futurity“ für Ensemble uraufgeführt, ein Werk, das sich an den gleichnamigen Roman von Science-Fiktion-Autor Philip K. Dick anlehnt Im Juli wird Deutsch den Hindemith-Preis entgegennehmen. Die Hälfte des Preisgeldes von insgesamt 20 000 Euro soll für eine Auftragskomposition verwendet werden, die beim Schleswig-Holstein Musik Festival 2015 uraufgeführt werden soll.

Seit 1990 wird der Hindemith-Preis an herausragende zeitgenössische Komponisten verliehen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Olga Neuwirth (1999), Matthias Pintscher (2000), Thomas Adès (2001), Jörg Widmann (2002), Jörn Arnecke (2004), Lera Auerbach (2005), Dai Fujikura (2007), Markus Lehmann-Horn (2011), Li Bo (2012) und Maximilian Schnaus (2013).

sb

LN

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