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Kultur im Norden Kompositionshilfe für „Papa Haydn“ - Begeisterung bei Kindermusikfest
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17:15 09.07.2016
Jörg Schade (r) als Papa Haydn und das Ensemble Prisma spielen am 09.07.2016 auf Schloß Wotersen (Schleswig-Holstein) im Rahmen des Kindermusikfests des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF). Quelle: Markus Scholz/dpa
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Wotersen

Nicht nur beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) für die Großen, sondern auch beim Kindermusikfest auf Gut Wotersen steht in diesem Jahr Joseph Haydn im Mittelpunkt. Mehrere hundert Kinder verfolgen zum Auftakt am Sonnabend gebannt, wie „Papa Haydn“ sich mit seinen Musikern, Tierstimmen und einer frechen Maus namens Luise herumschlägt. Im zweiten Teil des Konzertes hören sie die musikalischen Abenteuer von „Ritter Rost“ und „Burgfräulein Bö“. 

Erwartungsvoll sitzen die Kinder auf großen Matten, als die fünf Musiker des Ensembles „Prisma“ die Bühne betreten. Zu Beginn erklärt „Papa Haydn“ alias Jörg Schade die verschiedenen Instrumente. Dann bittet er die Kinder um Hilfe. Er solle für Kaiserin Maria Theresia ein Musikstück mit dem Titel „Die Giraffe“ komponieren. „Aber ich weiß weder, wie eine Giraffe aussieht noch wie sie klingt. Könnt ihr mit helfen?“ fragt er die jungen Zuhörer.

Begeistert sind die Kinder bei der Sache, machen Vorschläge und jubeln, als der berühmte Komponist die „Maus Luise“, die seine Notenblätter angeknabbert hat, mit einem Besen über die Bühne jagt. Die Musiker klettern vor lauter Angst auf ihre Stühle, während sie das Stück „Die Jagd“ von Joseph Haydn spielen. „Das Musikstück hat mir am besten gefallen“, sagt die sechsjährige Viktoria in der Pause. Auch der gleichaltrigen Anni hat die Mäusejagd auf der Bühne am besten gefallen. „Aber eigentlich fand ich alles gut“, sagt sie.

„Es ist wichtig, Kinder so früh wie möglich für Musik zu begeistern“, sagt Schade, der zusammen mit der Pyrmonter Theaterkompanie seit 2004 Kinderprogramme über Komponisten und deren Musik verfasst und aufführt. „Allein den „Papa Haydn“ haben wir schon 200 mal gespielt. Die Kinder in Wotersen waren super und haben toll mitgemacht“, sagt er.

Seit 2003 gibt es die Kindermusikfeste beim SHMF. „Anfangs haben sie auf Salzau stattgefunden. Als der Spielort nach einem Brand nicht mehr zur Verfügung stand, waren wir zunächst in Pronstorf zu Gast. 2013 haben wir dann auf Gut Wotersen eine neue Heimat gefunden“, sagt Wiebke Schwarz, die Leiterin der Musikfeste.

In den Pausen können die Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren und auf einem Klang-Parcours erkunden, wie verschiedene Klänge entstehen. Zusammen mit dem Beatboxer Guido imitieren die Kinder nur mit ihren Stimmen verschiedene Percussion-Instrumente. „Die werden elektronisch aufgezeichnet, zusammen ergeben sie dann ein richtiges Musikstück“, erklärt Guido Joanna, Kilian, Jakob und den anderen, die fasziniert an seinen Lippen hängen und seinen Anleitungen folgen. „Das war klasse“, sagen die jungen Beatboxer unisono.

Das Kindermusikfest auf Wotersen wird am Sonntag ab 11.00 Uhr mit dem gleichen Programm fortgesetzt.

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