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Konzert der Superlative im Dom

Lübeck Konzert der Superlative im Dom

Lübeck Ein großartigeres Finale seiner Tätigkeit als Dom-Organist wäre für Hartmut Rohmeyer kaum denkbar gewesen. Er dirigierte das Abschlusskonzert der Buxtehude-Tage am Sonnabend im sehr gut besuchten Dom, ein Konzert, das aufgrund seiner Qualität noch lange im Gedächtnis bleibt.

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Gab sein Abschiedskonzert: Hartmut Rohmeyer.

Quelle: Foto: Blende4

Lübeck. Schon allein die Vielfalt der Ensembles, die Rohmeyer zur Verfügung standen, war bemerkenswert. Neben dem Domchor und dem Sing- und Spielkreis wirkten neun Gesangs-Solisten sowie das Elbipolis Barockorchester Hamburg, das Ensemble Le Concert Brisé, die Capella de la Torr und das Trompeten-Ensemble Moritz Görg mit. Von solchen Bedingungen kann ein Kirchenmusiker eigentlich nur träumen – im Dom wurde ein Traum Realität.

Rohmeyer ließ seine Musikerinnen und Musiker von den verschiedensten Orten im Dom musizieren, es entstand ein wunderbarer und so kaum jemals gehörter Raumklang. So muss es auch vor Jahrhunderten geklungen haben, als die Musik von Gabrieli, Bonhomme, Heinrich Schütz, Franz Tunder und eben Dieterich Buxtehude aktuell war. Die Zuhörer waren in das Klangwunder eingebunden, Hartmut Rohmeyer steuerte seinen großen Apparat mit Sicherheit und gestalterischer Kraft.

Welche Qualität etwa in Franz Tunders Kantate „Ach Herr, lass deine lieben Engelein“ steckt, ist selten so deutlich geworden. Heinrich Schütz’ Canticum Simeonis „Herr, nun lässest du deinen Diener fahren“ ergriff zutiefst, wahrhaft himmlische Musik.

Zum Schluss nahm Rohmeyer die protestantische Hymne „Ein feste Burg ist unser Gott“ mit Kraft und Tempo – was für ein Abschluss. Fel

LN

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