Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Kreatives Biotop am Ratzeburger See

Buchholz Kreatives Biotop am Ratzeburger See

Der Buchholzer Kunstsommer beginnt an diesem Wochenende – Sabine Burmester und weitere Künstler öffnen ihre Ateliers.

Voriger Artikel
Samtweich, elegant und gelassen
Nächster Artikel
Der Fürst der ungarischen Literatur ist tot

Bei schönem Wetter im Garten: Sabine Burmester zeigt heute und morgen ihre neuen Bilder in Buchholz.

Quelle: Petra Haase

Buchholz. Buchholz. Ihre Bilder haben keine Titel. „Ich möchte den Betrachter nicht in eine bestimmte Richtung lenken“, sagt Sabine Burmester. Sie hat im Laufe der Jahre eine eigene Maltechnik entwickelt: Mit Spachtelmasse und Fundstücken aller Art präpapiert sie die Leinwand und lasiert sie so lange, bis sie die gewünschten Farbnuancen gefunden hat. Auch Filz, Flies oder Jute dienen als Untergrund für die abstrakten Werke. Doch mit dem Umzug ins eigene Atelier neben ihrem Haus in Buchholz (Herzogtum Lauenburg) wurden die Bilder größer, die Motive figürlicher. Vor grün-blauem Hintergrund heben sich dunkle Gestalten ab und wecken Assoziationen zum Thema Flucht. „Ich orientiere mich oft an Bildern in den Medien“, sagt die 1955 in Pönitz geborene Malerin, die an der Akademie für Malerei Berlin studiert hat, dort als Dozentin arbeitet und Mitglied des BBK Berlin sowie des Lauenburgischen Kunstvereins ist.

Seit 1985 lebt und arbeitet Sabine Burmester im ehemaligen Fischerdorf am Westufer des Ratzeburger Sees. Ein kreatives Biotop, in dem sich in den vergangenen Jahrzehnten elf Künstler angesiedelt haben. 1998 gründeten sie den Kulturausschuss Buchholz. „Es ist ein wirkliches Miteinander. Wir treffen uns regelmäßig, und man holt sich auch schon mal Rat, wenn man mit seiner Arbeit nicht weiterkommt“, sagt Burmester.

Und es gibt regelmäßig gemeinsame Projekte wie den Buchholzer Kunstsommer. Der beginnt an diesem Wochenende mit den Offenen Ateliers. Elsbeth Buchfeld zeigt großformatige Acrylbilder, Maria Büter nach längerer Malpause neue Motive in Grau- und Blautönen. Malerin Bruni Jürss ließ sich von der Natur des Ratzeburger Sees inspirieren, Christof Müller präsentiert Collagen aus Fundstücken, Klaus-Dieter Sehlcke stellt eine besondere Kombination aus Metallkunst und Makrofotografie vor und Maren Utzolino zeigt neue Skulpturen aus verrosteten Eisenstücken. Im Atelier – und bei schönem Wetter im Garten – präsentiert Sabine Burmester ihre neuen, großformatigen Werke.

Am 30. Juli wird die jährliche Gemeinschaftsausstellung zum Thema des diesjährigen KulturSommers am Kanal „Aus dem Nichts. . . ins Glück“ eröffnet. Elsbeth Buchfeld, Sabine Burmester, Bruni Jürss, Christof Müller, Maren Ruf, Klaus-Dieter Sehlcke und Maren Utzolino sind in Knabjohann’s vertreten. In den vergangenen Jahren hatten die Künstler ihre Bilder selbst ausgewählt. Nun gibt es erstmals einen Kurator. Der Maler und Fotograf Rainer Wiedemann aus Krummesse wird die Ausstellung zusammenstellen. „Es ist für uns spannend, welche Wahl er trifft“, freut sich Sabine Burmester.

Die Ateliers sind heute und morgen von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Die Gemeinschaftsausstellung in Knabjohann's Scheune, Dorfstr. 30., ist am 30./31. Juli., 6./7., 13./14. und 20./21. August jeweils von 13-18 Uhr zu sehen.

Petra Haase

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur im Norden