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Künstler will goldene Hauswand fertigstellen

Hamburg Künstler will goldene Hauswand fertigstellen

Mit der Vergoldung des letzten Steins will der Künstler Boran Burchhardt heute in Hamburg sein umstrittenes Projekt „Veddel vergolden“ beenden.

Goldene Farbe auf einer Hauswand in Hamburg.

Quelle: Bodo Marks/archiv

Hamburg. Mit der Vergoldung des letzten Steins will der Künstler Boran Burchhardt heute in Hamburg sein umstrittenes Projekt „Veddel vergolden“ beenden. Rund einen Monat zuvor hatte er damit begonnen, auf eine 300 Quadratmeter große Hauswand hauchdünnes Blattgold aufzutragen. Die Hamburger Kulturbehörde stellte für das Vorhaben 85 000 Euro aus einem Topf für Kunst im öffentlichen Raum bereit. Ziel des Künstlers: Aufmerksamkeit auf den sozial schwachen Stadtteil Veddel zu lenken. Das habe bereits funktioniert“, erklärte Burchhardt zum Start im Juni.

Die goldene Hauswand hatte allerdings auch schon vor dem Start der Aktion Proteste ausgelöst. „Wir erkennen den Stellenwert von Kunst an. Kunst darf, ja Kunst soll vielleicht auch provozieren“, sagte Sabine Glawe vom Bund der Steuerzahler Hamburg damals. Mit der Vergoldung der Hauswand werde aber höchstens der Steuerzahler provoziert, der frühmorgens aufsteht, arbeiten geht und Steuern zahlt. „Ab heute wird ein weiteres beschämendes Kapitel von Steuergeldverschwendung geschrieben“, sagte sie. Auch der SPD-Politiker Klaus Lübke und die Grünen hatten die Aktion als „überflüssig“ kritisiert.

Die Eigentümerin des Gebäudes, die städtische Wohnungsbaugesellschaft Saga GWG, stimmte der Aktion dagegen zu: „Kunst und Kultur bringen Menschen zusammen, regen zu Diskussionen an und stärken die Identifikation mit dem Quartier.“

dpa/lno

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