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Kultur im Norden „Kulturelle Vielfalt macht glücklich“, sagt Marion Hinz
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20:19 08.07.2017

Im wunderschönen Monat Mai habe ich das „Literarische Colloquium“ im Günter Grass- Haus besucht, das seit Jahren von Dieter Stolz, Literaturwissenschaftler und Lektor von Günter Grass, hervorragend geleitet wird. Diesmal beschäftigten wir uns mit den Büchern von Saša Stanišic. Ich liebe den Roman „Vor dem Fest“, diese Mischung aus Fabel und Fiktion, aus Geschichte und Geschichten rund um die skurrilen Bewohner eines Dorfes in der Uckermark.

Marion Hinz ist Mitglied der GEDOK Schleswig-Holstein und im GEDOK-Bundesvorstand Fachbeirätin für Literatur. Die Lyrikerin schreibt Gedichte sowie Kurzprosa und Skripte für das Theater. Im Husum Verlag ist 2015 ihr erster Gedichtband „Leicht ist mein Herz“ erschienen. Für die Tanz-Theater-Matinee im Hansemusem hat Marion Hinz eine Textcollage nach Büchern von Valeska Gert erarbeitet. Quelle: Foto: Lutz Roessler

Sehr gerne gelesen habe ich „Oh Schimmi“ von Teresa Präauer, ein knallharter und knallvergnügter Roman, und „Morgen mehr“ von Tilman Rammstedt, erfrischend herzhaft und herzlich zugleich. Wiederentdeckt habe ich „Schall und Wahn“ von William Faulkner in der Neuübersetzung von Frank Heibert.

Ein kultureller Höhepunkt, den ich mit vielen Menschen teile, ist das Schleswig-Holstein Musikfestival. Neben Konzerten werde ich bei einer Probe der Orchesterakademie in der ACO Thormannhalle in Rendsburg-Büdelsdorf mit Christoph Eschenbach zuhören. Freude bereiten mir auch der Eutiner Konzertsommer und die Lesungen im Weißen Haus in Cismar.

Auf jeden Fall besuchen werde ich die 59. Nordischen Filmtage Lübeck. Der Termin Anfang November ist alle Jahre wieder dick in meinem Kalender markiert, damit nichts und niemand mir einen Strich durch dieses cineastische Vergnügen macht.

Derzeit beschäftigt mich ein Projekt der GEDOK Schleswig-Holstein, an der viele Künstlerinnen beteiligt sind. Im 125. Geburtsjahr der Ausnahmekünstlerin Valeska Gert, Erfinderin des Grotesktanzes, wird es im Herbst eine Tanz-Theater-Matinee im Saal La Rochelle im Hansemuseum geben, eine Themen-Ausstellung von GEDOK- Künstlerinnen im „Salon Utopia“ und den Dokumentarfilm „Nur zum Spaß – nur zum Spiel. Kaleidoskop Valeska Gert“ von Volker Schlöndorff im Koki. Was mich besonders freut und begeistert: Volker Schlöndorff hat sich persönlich dafür eingesetzt, dass wir diesen Film, der derzeit nicht im Verleih zu haben ist, öffentlich präsentieren dürfen.

LN

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